1.3.13

Verlossn – Als Kind von der Mutter weggegeben

von Rosalma Giradelli

1923 kam s Hansile als uneheliches Kind eines italienischen Dienstmädchens und ihres Dienstherren, eines Weingutsbesitzers aus St. Pauls, zur Welt. Sein Vater wollte nichts von ihm wissen und so musste seine Mutter ihn bei Pflegeeltern zurücklassen. Als er knapp sechs Jahre alt war, wanderte seine Pflegefamilie aus und der Vater brachte den Buben auf einen Bauernhof in St. Lorenzen. Dort erlebte der Junge eine gefühlskalte Kindheit, die von harter Arbeit und vielen Schlägen geprägt war. Sein Leben war auch als Erwachsener stets hart und voller Schicksalsschläge …

Mein Fazit:

Rosalma Giradelli erzählt in diesem Buch das Leben ihres Vaters (aus dessen Perspektive in der Ich-Form geschrieben). Diese wahre Geschichte ist nahezu unglaublich und hat immer wieder auf meine Tränendrüse gedrückt. Gleichzeitig ist die Biografie mit so vielen Erinnerungsbildern der Natur ausgeführt, dass es den Leser stets aus dieser Traurigkeit herausholt, um dann in eine neue einzuführen.

Zielgruppe:

Diese Tirolensie ist ein Muss für jede Bibliothek, da es sicherlich stets entliehen sein wird. Die Bandbreite an Leser/innen ist nicht zuletzt deshalb so breit, da es sich um Erlebtes von nebenan handelt, das in einer ähnlichen Form manche unserer Vorfahren auch so über sich ergehen lassen mussten oder das uns einfach lokale Geschichte aufzeigt. Die Schreibweise ist sehr verständlich, für ältere Semester ist besonders der große Zeilenabstand und die nicht zu kleine Schrift vorteilhaft.

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