Hannah wächst als jüngstes Kind einer Großfamilie in einem Pustertaler Dorf auf. Eigentlich haben die Eltern mit der „Familienplanung“ schon abgeschlossen, da nach dem ältesten Sohn nur mehr Mädchen zur Welt gekommen sind, doch Pfarrer Ferdinand redet ihnen eines Sonntagnachmittags ins Gewissen. Das Resultat ist, neun Monate später, Hannah – schon wieder ein Mädchen, weshalb sie sich nie sonderlich in der Familie willkommen fühlt. Als Kind kränkelt sie, muss aber dennoch die ihr zugewiesenen Arbeiten im Haus erledigen. Wissbegierig, wie sie ist, gewinnt sie einen Schulwettbewerb. Der Gewinn ist eigentlich dazu gedacht, dass sie Bücher kaufen kann, doch ihre Eltern erwerben damit einige Ferkel und Stoffe.
Ihren Humor behält sie, besonders dann, als sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Annelies der Frage nachgeht, wie wohl die kleinen Kinder auf die Welt kommen. Doch jeder, den sie fragen, bietet ihnen andere Antworten an – bis sie schließlich den Stier des Huber-Bauern in voller Aktion beobachten können.Sprachlich wunderbares, amüsant geschriebenes Zeugnis einer Zeit, die noch gar nicht so lange zurückliegt und doch so anders war. Da der Erlebnisbericht aus meinem eigenen Heimatdorf berichtet, ist für mich der Lokalbezug ein weiterer Höhepunkt.
Empfohlen für alle, die gerne Erzählungen aus Südtirol lesen.

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