von Louise Erdrich
Beschreibung: Der 13-jährige Joe Coutts lebt mit seinen Eltern in North Dakota in einem Anishinabe-Reservat. Die Anishinabe – auch Objiwe, Objiwa oder Chippewa geschrieben – sind ein Indianervolk Nordamerikas. Im Sommer 1988 wird Joes Mutter Geraldine Opfer eines brutalen Überfalls. Sie schließt sich daraufhin über Monate in ihrem Zimmer ein und verweigert jegliche Aussage. Ihr Mann, ein Stammesrichter, und ihr Sohn Joe sind verzweifelt angesichts ihrer schweren Depression und tun sich schwer, sie zurück ins Leben zu holen und die Familie wieder zusammenzubringen. Noch dazu fühlt sich keine Ermittlungsbehörde wirklich für den Fall zuständig, weil das Verbrechen an der Grenzlinie mehrerer Territorien stattgefunden hat. Der Täter kann nicht verfolgt werden. Daher beschließt Joe, sich selbst auf die Suche nach dem Täter zu begeben und seine Mutter zu rächen. Unterstützt wird er dabei vor allem von seinen Freunden Cappy, Angus und Zack. Die Ermittlungsversuche führen zu alten Akten und damit zum Schlüssel des Verbrechens. Am Ende wird es nicht nur ein Opfer geben…
Fazit:
Beschreibung: Der 13-jährige Joe Coutts lebt mit seinen Eltern in North Dakota in einem Anishinabe-Reservat. Die Anishinabe – auch Objiwe, Objiwa oder Chippewa geschrieben – sind ein Indianervolk Nordamerikas. Im Sommer 1988 wird Joes Mutter Geraldine Opfer eines brutalen Überfalls. Sie schließt sich daraufhin über Monate in ihrem Zimmer ein und verweigert jegliche Aussage. Ihr Mann, ein Stammesrichter, und ihr Sohn Joe sind verzweifelt angesichts ihrer schweren Depression und tun sich schwer, sie zurück ins Leben zu holen und die Familie wieder zusammenzubringen. Noch dazu fühlt sich keine Ermittlungsbehörde wirklich für den Fall zuständig, weil das Verbrechen an der Grenzlinie mehrerer Territorien stattgefunden hat. Der Täter kann nicht verfolgt werden. Daher beschließt Joe, sich selbst auf die Suche nach dem Täter zu begeben und seine Mutter zu rächen. Unterstützt wird er dabei vor allem von seinen Freunden Cappy, Angus und Zack. Die Ermittlungsversuche führen zu alten Akten und damit zum Schlüssel des Verbrechens. Am Ende wird es nicht nur ein Opfer geben…
Fazit:
Im Buch (übrigens ausgezeichnet mit dem National Book Award für den besten Roman 2012), geht es um verschiedene Themen: Recht, Gerechtigkeit, Freundschaft, Familie, Liebe, Sexualität, Erwachsenwerden, Spiritualität und Indianermythen. Die vielseitige Erzählung ist traurig, erschütternd, aber auch witzig; manche Textstellen sind urkomisch. Der Roman ist aus der Perspektive von Joe geschrieben, der sich als Erwachsener (und mittlerweile Staatsanwalt) an die Ereignisse erinnert. Man bekommt einen sehr guten Einblick in das Leben im Reservat, dessen Bewohner teilweise sehr verschroben, aber liebenswert sind. Im Reservat herrschen große Missstände, doch die Menschen helfen sich gegenseitig und halten zusammen. Als Leser wird man sich der willkürlichen Rechtssprechung und der damals noch immer starken Diskriminierung der Indianer bewusst. Der Wunsch nach Selbstjustiz erscheint nachvollziehbar. Mir hat sehr gut gefallen, dass die Autorin einerseits viele Dinge sehr deutlich, eindringlich schildert, nichts beschönigt, aber andererseits auch subtil vorgeht und einige Lücken lässt, die der Leser mit der eigenen Vorstellung füllen muss.
Empfehlung:
Eine spannende, beeindruckende, unterhaltsame Coming-of-Age-Geschichte für erwachsene und jugendliche Leser, für größere und kleinere Bestände geeignet.
Empfehlung:
Eine spannende, beeindruckende, unterhaltsame Coming-of-Age-Geschichte für erwachsene und jugendliche Leser, für größere und kleinere Bestände geeignet.

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