19.7.19

Keine halben Sachen

von Antje Herden

Das Buch hat den Peter-Härtling-Preis 2019 gewonnen. Dass ich es trotzdem nicht so glorreich fand, liegt an mir. Robin, 15, Langeweile und Pubertät bestimmen seinen Alltag. Bis aus dem Nichts der coole Leo auftaucht. Ein falscher Freund, der sich in der Schule auf den drei Jahre leer gebliebenen Platz neben ihn setzt. Leo kifft und konsumiert Speed. Er trinkt Mate und isst vegetarische Döner. Der Gesundheit wegen. Robin ist schwer von ihm beeindruckt und lässt sich auf allerlei Experimente ein. Er geht nicht mehr zur Schule und kommt mit der Polizei in Kontakt, obwohl er „ein guter“ ist. Seiner völlig überforderten Mutter erzählt er unglaubwürdige Geschichten, die diese dankbar glaubt. Er trifft zwei Mädchen, verliebt sich natürlich in die falsche und verbringt ein paar Wochen im Drogen- und Gefühlsrausch. Als er beinahe vom Dach stürzt, bekommt die Geschichte eine unerwartete Wendung. Was soll ich sagen? Es ist ein Drogenroman. Davon gibt es nicht so viele, das Thema ist bei der Zielgruppe aber sehr gefragt. Die Autorin scheint authentisch die Zustände von Robin zu schildern. Ungewohnt die Erzählperspektive. Leo wird von Robin als „du“ angesprochen. Das schafft Nähe und Verletzlichkeit.

Mein Fazit: 
Ich für mich fand das Buch nicht besonders. Aber vielleicht komme ich auch nicht mit. Oder das ist Absicht der Autorin, und ich verstehe das nicht.

Meine Empfehlung: 
Ab Oberschule. Das Thema interessiert eigentlich immer.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen