27.3.20

Nachts schweigt das Meer

von Kate Penrose 

Detective Inspector Benesek Kitto kommt nach zehn Jahren wieder nach Hause zurück. Sein Zuhause ist die Insel Bryher, eine der Scilly –Inseln vor der Küste Cornwalls. Nach einem traumatischen Zwischenfall hat er sich eine Auszeit von seiner Arbeit genommen und logiert sich im Haus seiner verstorbenen Eltern ein. Das ansonsten so ruhige Inselleben wird durch die Ermordung der 16-jährigen Laura Trescothick gehörig aus dem Takt gebracht. Das Mädchen ist durch einen Stich ins Herz getötet worden und darauf ins Meer gestürzt. Ben Kitto übernimmt die Ermittlungen, da er als Undercover-Ermittler in London mehr Erfahrung besitzt als die Polizei auf der Nachbarinsel und diese zudem unterbesetzt ist. Freunde und Bekannte werden nun zu Verdächtigen. Das Mädchen wollte die Insel im Herbst mit ihrem Freund verlassen und in London auf eine Schauspielschule gehen. Dies wollten werden ihre Eltern noch die ihres Freundes. Als Ben im Zimmer des Mädchens eine große Summe Geld und Drogen findet, ist der Verdacht nahe, dass sich Laura mit einer Drogenschmugglerbande eingelassen hat. Doch dann gibt es einen zweiten Mord.

Ein sehr simpler Krimi, dem leider der Tiefgang und das Tempo fehlen. Die Handlung dümpelt so vor sich hin, die Personen bleiben viel zu farblos und die Hauptfigur Ben ist in ihrem Innenleben so oberflächlich beschrieben, dass man keinen Zugang zu dieser Figur findet. Vom Verlag als Urlaubskrimi angepriesen, sollen vor allem die Scilly-Inseln den Leser in seinen Bann ziehen. Auch das ist, zumindest bei mir, nicht gelungen. Positiv hervorzuheben ist die Auflösung des Falls. Diese bietet ein überraschendes „Aha-Erlebnis“. Die Autorin hat schon weitere Krimis mit diesem Ermittler auf den Scilly- Inseln in Planung.

Trotz der eher negativen Besprechung ist der Krimi leicht lesbar und ich kann mir vorstellen, dass es LeserInnen gibt, die einfach gestrickte Kriminalfälle gern mögen. Man muss sich beim Lesen nichts merken und , wie gesagt, die Auflösung entschädigt für so manchen Hänger mittendrin.



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