Marie lebt mit Freund und Hund im Chiemgau, wo das Klima im Winter auch nicht immer sehr angenehm ist. Mittlerweile hat sie sich mit ihrer derzeitigen Lebensweise abgefunden, aber wirklich glücklich ist sie nicht. Eigentlich träumt sie schon lange davon, wieder in ihrem Beruf als Glasbläserin künstlerisch tätig sein zu können. Aber das bleibt hier nur ein Traum. Ein Trost sind die Spaziergänge mit ihrem Hund, King Lui, der aber schon älter ist und eigentlich viel lieber mit dem Auto fährt oder gar zuhause im Warmen liegt
Als die beiden eines Tages unverhofft nach Hause kommen, ertappt sie ihren Freund Chris mit einer sehr jungen fremden Frau im Wohnzimmer. Es handelt sich um die Torfrau jener Damen-Fußballmannschaft, die er trainiert. Die sehr eindeutige Situation ist für Marie zwar ein Schock, trotzdem beherrscht sie sich und gibt beiden Zeit, das Haus zu verlassen, bis sie ihren Hund gefüttert hat. Mühsam bringt sie es fertig, ihre Tränen zurückzuhalten. Aber nur solange, bis auch ihr treuer Begleiter stirbt. Jetzt gibt es nichts mehr, was sie hier halten kann; und deshalb nimmt sie endlich das Angebot ihrer Mutter an, sie auf der Insel Norderney zu besuchen. Lange hat Traudl, wie Marie die Mutter nennt, auf diesen Moment gewartet, an dem sie ihrer Tochter hoffentlich erklären kann, warum sie nach dem Tod dessen Vaters so schnell aus ihrer Heimat geflüchtet ist. In diesem Winter haben die beiden Frauen endlich die Gelegenheit, wieder einen Weg zu einer friedvollen Beziehung zu finden. Und auf der Insel wohnen auch noch viele andere interessante Persönlichkeiten, die es lohnt kennenzulernen. Nur Henriette Carstens, die Autorin jener Bücher, die Maries Seele gerade jetzt so gut tun, und die auch auf Norderney wohnt, ist scheinbar unauffindbar. Als sie an ihrem Haus läutet, behauptet der Mann, der ihr die Tür öffnet, sie nicht zu kennen ...Empfehlung:
Dieses Buch empfehle ich jenen Leserinnen, die sich schon mal an einem Wochenende in Weihnachtsstimmung bringen wollen. Auch das stimmungsvolle Cover wird seinen Beitrag dazu leisten.
Nelly Gamper, Bibliothek Haslach
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