von Veit Heinichen Der Südtiroler Geschäftsmann und Ex-Politiker Spechtenhauser stürzt mit seinem Flugzeug ab, als er sich von Prosecco aus auf den Weg nach Bozen macht, um Schuldscheine einzutreiben. Als herauskommt, dass es kein Unfall, sondern ein Sprengstoffanschlag war, übergibt man den Fall an Commissario Laurenti. Während der Beerdigung wird auch noch ein Goldtransport von Spechtenhausers Firma, der nach Kroatien gehen sollte, überfallen. Der Verdacht fällt bald auf eine Gruppe von ehemaligen Gefängnisinsassen, die sich alle kurze Zeit nach dem Unfall auf einem Flug von Treviso nach München befunden haben. Fieberhaft fahndet eine Sonderkommission aus Rom nach ihnen, während Laurenti und die Kommissarin von Grado ihr eigenes Süppchen kochen. Es gelingt ihnen schließlich, einen Zusammenhang der beiden Fälle aufzuzeigen.
Veit Heinichen ist nicht unbedingt meine (Krimi-)Welt. Er bringt für mich zu viel Hollywood nach Italien, baut sehr viele actionreiche Szenen ein, zieht aber dafür einige Ermittlungsergebnisse ziemlich an den Haaren herbei. Es fällt mir schwer, seine Hauptfiguren zu mögen. Er ist zwar systemkritisch, will aber zu viele Themen in einem Buch unterbringen - ohne Rücksicht darauf, ob er dadurch zu sehr von der Handlung abweicht oder sogar zu handlungsfremden "Exkursen" abschweift. Dabei arbeitet er sehr plakativ und klischeebehaftet – gerade beim Themas Südtirol und Südtiroler. Trotzdem – für Leser, die einen wie auch immer gearteten Lokalbezug mögen, empfehlenswert.
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