von Anna Seidl
Beschreibung: Eigentlich sollte es ein ganz normaler Schultag werden. Doch plötzlich fallen Schüsse. Ein Schüler, Matias, läuft Amok und schießt auf Mitschüler und Lehrer. Zuerst begreift niemand so richtig, was passiert. Dann bricht Chaos aus. Die 15-jährige Miriam flüchtet mit ihrer besten Freundin Joanne auf die Toilette. Als sie die Tür wieder öffnen, liegt davor ein Klassenkamerad, erschossen. Kurz darauf findet Miriam im Gang einen weiteren Jungen, ihren Freund Tobi, schwer verletzt am Boden liegend. Miriam ist wie paralysiert. Sie muss mit ansehen, wie Tobi seinen Verletzungen erliegt und wie der Amokläufer vom Sondereinsatzkommando getötet wird. Von einer Sekunde auf die andere ist nichts mehr wie es war. Die Welt des jungen Mädchens und jene ihres Umfelds gerät aus den Fugen. Miriam und ihre Freundinnen Joanne, Sophia und Tanja, die sehr unterschiedlich mit der Situation umgehen, wenden sich voneinander ab, nur zu Vanessa hält der Kontakt. Miriams Mutter, die ihrer Familie jahrelang den Rücken zugekehrt hat, steht plötzlich vor der Tür, doch Miriam kann zunächst nichts mit ihr anfangen, all die Zuwendungen ihrer Familie werden ihr fast zuviel. Im Laufe ihres Aufarbeitungsprozesses, unterstützt durch eine Psychologin, stellt sich für Miriam zudem die quälende Frage, ob sie womöglich eine Mitschuld am Geschehenen hat.
Fazit:
Das Debüt der jungen deutschen Autorin (anscheinend hat sie das Buch mit 16 Jahren geschrieben!) hat mich beeindruckt und berührt. Durch die Ich-Erzählung bekommt der Leser einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin, realistisch, bewegend und erschütternd gleichermaßen. Miriams Emotionen, ihre Hilflosigkeit sind überaus nachvollziehbar und man fiebert so richtig mit ihr mit, ob sie die Freude am Leben zurückgewinnt, zumindest ein ganz kleines bisschen. „Wir müssen Entscheidungen treffen. Wir dürfen uns nicht immer verstecken. Wir sollten leben. Denn dafür sind wir da. Das ist der einzig wahre Grund.“ (S. 244) Eine sehr wichtige Botschaft!
Die Handlung wird immer wieder unterbrochen durch Erinnerungen an glückliche Zeiten, was im Buch auch graphisch durch Verwendung einer anderen Schriftart hervorgehoben wird. Hinzu kommt die Zeichnung eines Einschussloches zwischen den einzelnen Abschnitten, symbolisch vielleicht für das tiefe schwarze Loch, in welches die Beteiligten fallen und welches sie für immer prägen wird, ein Loch, das durch alle Gedanken und Gefühle dringt.
Als Leser wird man mit der Frage konfrontiert, wie man sich selbst in einer solchen Extremsituation verhalten und wie man mit Angst, Verlust und Schuldgefühlen umgehen würde.
Empfehlung:
Ein packendes Buch zu einem brisanten, aktuellen Thema, nicht nur für Jugendliche!
Beschreibung: Eigentlich sollte es ein ganz normaler Schultag werden. Doch plötzlich fallen Schüsse. Ein Schüler, Matias, läuft Amok und schießt auf Mitschüler und Lehrer. Zuerst begreift niemand so richtig, was passiert. Dann bricht Chaos aus. Die 15-jährige Miriam flüchtet mit ihrer besten Freundin Joanne auf die Toilette. Als sie die Tür wieder öffnen, liegt davor ein Klassenkamerad, erschossen. Kurz darauf findet Miriam im Gang einen weiteren Jungen, ihren Freund Tobi, schwer verletzt am Boden liegend. Miriam ist wie paralysiert. Sie muss mit ansehen, wie Tobi seinen Verletzungen erliegt und wie der Amokläufer vom Sondereinsatzkommando getötet wird. Von einer Sekunde auf die andere ist nichts mehr wie es war. Die Welt des jungen Mädchens und jene ihres Umfelds gerät aus den Fugen. Miriam und ihre Freundinnen Joanne, Sophia und Tanja, die sehr unterschiedlich mit der Situation umgehen, wenden sich voneinander ab, nur zu Vanessa hält der Kontakt. Miriams Mutter, die ihrer Familie jahrelang den Rücken zugekehrt hat, steht plötzlich vor der Tür, doch Miriam kann zunächst nichts mit ihr anfangen, all die Zuwendungen ihrer Familie werden ihr fast zuviel. Im Laufe ihres Aufarbeitungsprozesses, unterstützt durch eine Psychologin, stellt sich für Miriam zudem die quälende Frage, ob sie womöglich eine Mitschuld am Geschehenen hat.
Fazit:
Das Debüt der jungen deutschen Autorin (anscheinend hat sie das Buch mit 16 Jahren geschrieben!) hat mich beeindruckt und berührt. Durch die Ich-Erzählung bekommt der Leser einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin, realistisch, bewegend und erschütternd gleichermaßen. Miriams Emotionen, ihre Hilflosigkeit sind überaus nachvollziehbar und man fiebert so richtig mit ihr mit, ob sie die Freude am Leben zurückgewinnt, zumindest ein ganz kleines bisschen. „Wir müssen Entscheidungen treffen. Wir dürfen uns nicht immer verstecken. Wir sollten leben. Denn dafür sind wir da. Das ist der einzig wahre Grund.“ (S. 244) Eine sehr wichtige Botschaft!
Die Handlung wird immer wieder unterbrochen durch Erinnerungen an glückliche Zeiten, was im Buch auch graphisch durch Verwendung einer anderen Schriftart hervorgehoben wird. Hinzu kommt die Zeichnung eines Einschussloches zwischen den einzelnen Abschnitten, symbolisch vielleicht für das tiefe schwarze Loch, in welches die Beteiligten fallen und welches sie für immer prägen wird, ein Loch, das durch alle Gedanken und Gefühle dringt.
Als Leser wird man mit der Frage konfrontiert, wie man sich selbst in einer solchen Extremsituation verhalten und wie man mit Angst, Verlust und Schuldgefühlen umgehen würde.
Empfehlung:
Ein packendes Buch zu einem brisanten, aktuellen Thema, nicht nur für Jugendliche!

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