6.2.15

Das Polykrates-Syndrom

von Antonio Fian

Artur ist Akademiker und arbeitet zum Leidwesen seiner Frau Rita in einem stinknormalen Copyshop. Er führt ein eher langweiliges Leben, das vom Alltagstrott bestimmt ist. Auch seine Ehe mit der ambitionierten Mittelschullehrerin scheint nicht allzu glücklich bis eines Tages die junge Alice den Laden betritt und dort eine Notiz hinterlässt. Anfänglich handelt es sich nur um harmlose Hirngespinste von der schönen Alice, in die sich Artur verliert. Doch schon bald werden seine erotischen Fantasien mit Alice zur Wirklichkeit und Artur fühlt sich so lebendig und glücklich wie schon lange nicht mehr, wäre da nicht plötzlich diese Leiche. Von da an nimmt alles seinen Lauf und die Geschichte wird von Mal zu Mal skurriler.

Fazit: Fians Roman ist spannend, trotz seiner manchmal etwas derben Ausdrucksweise. Die Entwicklung der Geschichte und auch Arturs Persönlichkeit haben mich nicht mehr losgelassen.
Der Schreibstil ist flüssig und Fians schwarzer Humor kommt nicht zu kurz.

Empfehlung: Für all jene, die gerne auch mal ein etwas ungewöhnlicheres Buch in die Hand nehmen.

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