20.2.15

Schnee kommt

von Bernhard Aichner

Valentin gerät auf der verschneiten Straße plötzlich ins Schleudern. Sein LKW schlittert ungebremst über den Asphalt, walzt dabei die Kabine der Tunnelmautstation nieder und kommt erst zum Stehen als er sich im Tunneleingang verkeilt. Fast zeitgleich geschieht im Tunnel ein zweiter tragischer Unfall, bei dem sich ein Auto überschlägt und zwei weitere miteinander kollidieren. Der Kunsthändler Maurice ist auf der Stelle tot. Der Arzt Bertram bleibt im Auto eingeklemmt. Alle anderen Beteiligten sind wie durch ein Wunder unverletzt. Da ist Suza, eine „blinde“ Fotografin, Claudia, Bertrams Ehefrau und Walter, ein depressiver Polizist. Unter Schock versuchen sie zunächst Hilfe zu holen, doch es gibt weder Handyempfang noch funktionierende Notrufsäulen. Abgeschnitten von der Außenwelt kommen sich die unterschiedlichen Charaktere ungewollt näher und langsam erkennt man die Verstrickungen zwischen den einzelnen Lebensgeschichten und so manches dunkle Geheimnis kommt zum Vorschein.

Fazit: Aichner präsentiert uns mit „Schnee kommt“ einen faszinierend geschriebenen Unterhaltungsroman. Die kurz gehaltenen Kapitel erleichtern dem Leser das Hin- und Herswitchen zwischen den einzelnen Personen. Die Sprache ist einfach gehalten und doch ist der Erzählstil fesselnd.

Empfehlung: Wer Aichners „Totenfrau“ gelesen hat, wird von diesem Roman etwas enttäuscht bleiben. Trotzdem kann ich dieses Buch weiterempfehlen, da es dem Autor immer wieder mit unerwarteten Überraschungen gelingt, den Leser in den Bann zu ziehen.

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