17.4.15

Schlafe, mein Prinzchen, schlafe ein

von Karin Fossum

Beschreibung:
Der Super-Gau für jede Familie. Nur einen kurzen Augenblick hat Carmen ihren kleinen Sohn aus den Augen gelassen. Er ertrinkt im Stausee. Tommy war erst 16 Monate alt und hatte das Down-Syndrom. Alle sind sich einig, dass es ein tragischer Unfall gewesen sein muss, nur Kommissar Sejer lässt der Fall keine Ruhe. Zu viele Ungereimtheiten tauchen auf. Wie kam der gehbehinderte Junge aus dem Haus? Warum war er nackt? Und wie ist das eigenartige Verhalten der Mutter zu deuten? Was stimmt nicht mit dieser Familie?

Fazit:
Eigentlich handelt es sich bei „Schlafe, mein Prinzchen, schlafe ein“ nicht um einen klassischen Krimi im herkömmlichen Sinn. Vielmehr werden die Psyche der Eltern und die Entwicklung ihrer Beziehung zueinander durchleuchtet. Vor allem das Charakterbild der Mutter lässt auf eine narzisstische Persönlichkeit schließen und rückt sie somit in den Mittelpunkt der Ermittlungen.

Empfehlung:
Karin Fossum gelingt es mit ihren Büchern immer wieder eine breite Leserschicht zu fesseln. Dabei spielt oft das allzu Menschliche eine zentrale Rolle. Spannend und flüssig geschrieben, bleiben ihre Romane in keiner Bibliothek lange ungelesen auf den Regalen stehen.

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