4.3.16

Fieber am Morgen

von Péter Gárdos

Beschreibung:
Sommer 1945. Der junge ungarische Jude Miklós Gárdos hat das Konzentrationslager überlebt und hat es nach Schweden in ein Krankenlager geschafft. Dort wird eine schwere Tuberkulose diagnostiziert und die Ärzte geben ihm nur noch sechs Monate zu leben.
Doch Miklós hat andere Pläne: er sucht eine Frau. 117 Briefe schreibt er an junge Frauen aus Ungarn, die sich auch in schwedischen Lagern aufhalten. Eine dieser Frauen wird er heiraten, das hat er sich fest vorgenommen. Dass er nur noch knapp 40 Kilo wiegt, eine dicke Brille trägt und nach einem Zwischenfall im Konzentrationslager nun ein Gebiss aus Metall hat, scheint ihm kein Hindernis zu sein. Die 18-jährige Lilli liest seinen Brief und beschließt nach ein paar Tagen, ihm zu antworten. Sie ist die Richtige, das weiß er. Jetzt müssen sie nur einen Weg finden, wie sie zusammenkommen können - und Miklós darf nicht sterben.

Fazit:
Péter Gárdos erfuhr erst nach dem Tod seines Vaters die wahre Geschichte seiner Eltern. Fünfzig Jahre lang hatte er nichts von der Existenz dieser Briefe gewusst, anhand derer er diesen bezaubernden Liebesroman geschrieben hat. Gardós schreibt einfach und unkompliziert, die Leichtigkeit und der Humor in der Erzählung lassen die Grausamkeiten des Krieges in den Hintergrund treten. Der Roman wurde in 29 Sprachen übersetzt, Gárdos arbeitet bereits an der Verfilmung.

Empfehlung:
„Fieber am Morgen“ ist eine berührende Geschichte, leicht zu lesen und kann uneingeschränkt allen Lesern empfohlen werden. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen