19.1.18

Die Party

von Elizabeth Day

Beschreibung:
Martin Gilmore ist anders als die anderen. Sein Vater starb noch vor seiner Geburt, aufgewachsen ist er in ärmlichen Verhältnissen bei seiner lieblosen, strengen Mutter. Er hasst sie bis zu heutigen Tag und vermeidet den Kontakt mit ihr, wo es nur geht.
Es gibt eigentlich nur einen Menschen, der ihm wirklich etwas bedeutet: Ben, sein bester Freund. Da kann auch seine Frau Lucy nicht mithalten. Auch wenn er sich nicht eingestehen will, so dreht sich in Martin Gilmores Leben doch nur alles darum, Ben zu gefallen, Ben ähnlich zu sein. Und Ben ist das absolute Gegenteil von Martin: weltoffen, attraktiv, humorvoll und sehr, sehr reich. Durch Ben lernt Martin die Welt der Oberschicht kennen, und er tut alles, um dazuzugehörigen. Dazu nimmt er auch die Schuld für einen tödlichen Autounfall auf sich. Doch Martins grenzenlose Hingabe wird Ben irgendwann lästig und er versucht, die Freundschaft auf Eis zu legen. Und das bei der Feier seines 40. Geburtstages.

Fazit:
Martin Gilmore ist keine liebenswürdige Hauptfigur: umständlich, verkorkst, unterwürfig und aggressiv. Und als Leser hat man schnell durchschaut, dass er in seinen besten Freund Ben hoffnungslos verliebt ist. Da kann einem seine loyale Frau Lucy schon leidtun. Lucy kommt bei diesen Figuren überhaupt am besten weg. Sie ist es, die ihren Mann immer wieder schlagfertig aus schwierigen Situationen herauslotst. Auch den versnobten Ben und seine verwöhnte Frau Serena kann man nicht mögen.

Empfehlung:
Ich habe das Buch sehr gerne und mit Genuss gelesen, und kann es allen Lesern weiterempfehlen. 

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