von Ian Mc Ewan
Ein solches Buch haben Sie noch nie gelesen! Vor allem die Erzählperspektive ist ungewöhnlich. Erzählt wird aus der Perspektive eines Ungeborenen im Mutterleib. Die Mutter, Trudy, ist hoch schwanger, sie hat den Vater des Ungeborenen, John, aus dem Haus vertrieben. Der Vater ist ein erfolgloser Verleger, er kennt tausend Gedichte auswendig und schreibt selber Lyrik. Trudy hat ihren Liebhaber ins Haus geholt, einen gewissen Claude, einen erfolglosen Bauunternehmer, der sich vor allem für Autos und Anzüge interessiert. Claude ist John’s Bruder. Die Mutter und der Liebhaber hecken einen Plan aus. Sie wollen John umbringen und das Elternhaus verkaufen. Das möchte das Ungeborene auf jeden Fall verhindern. Kann das gut gehen?
Das Ungeborene weiß erstaunlich gut über die Welt Bescheid. Dies kommt daher, dass die Mutter dauernd Podcasts hört. Mittlerweile kann es auch zwischen Weinsorten unterscheiden, die die Mutter trinkt. Sein Lieblingswein ist der französische Sancerre.
Man kann McEwan zu dieser genialen Idee nur gratulieren: es ist ein wunderbar albernes Buch mit Tiefsinn. Und es braucht das Können eines großen Meisters, dass dieses erzählerische Wagnis nicht scheitert. Allerdings: als Leser muss man sich auf dieses Wagnis und vor allem auf die ungewöhnliche Erzählposition einlassen. MF
Ein solches Buch haben Sie noch nie gelesen! Vor allem die Erzählperspektive ist ungewöhnlich. Erzählt wird aus der Perspektive eines Ungeborenen im Mutterleib. Die Mutter, Trudy, ist hoch schwanger, sie hat den Vater des Ungeborenen, John, aus dem Haus vertrieben. Der Vater ist ein erfolgloser Verleger, er kennt tausend Gedichte auswendig und schreibt selber Lyrik. Trudy hat ihren Liebhaber ins Haus geholt, einen gewissen Claude, einen erfolglosen Bauunternehmer, der sich vor allem für Autos und Anzüge interessiert. Claude ist John’s Bruder. Die Mutter und der Liebhaber hecken einen Plan aus. Sie wollen John umbringen und das Elternhaus verkaufen. Das möchte das Ungeborene auf jeden Fall verhindern. Kann das gut gehen?
Das Ungeborene weiß erstaunlich gut über die Welt Bescheid. Dies kommt daher, dass die Mutter dauernd Podcasts hört. Mittlerweile kann es auch zwischen Weinsorten unterscheiden, die die Mutter trinkt. Sein Lieblingswein ist der französische Sancerre.
Man kann McEwan zu dieser genialen Idee nur gratulieren: es ist ein wunderbar albernes Buch mit Tiefsinn. Und es braucht das Können eines großen Meisters, dass dieses erzählerische Wagnis nicht scheitert. Allerdings: als Leser muss man sich auf dieses Wagnis und vor allem auf die ungewöhnliche Erzählposition einlassen. MF

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