Erwin Brunner, gebürtiger Pustertaler, Redakteur bei der ZEIT, bei Merian, Chefredakteur von National Geographic, heute freier Journalist und Buchautor, ist auf diesen Reisebericht der beiden Engländer Gilbert und Churchill gestoßen und hat ihn in eine für uns lesbare Form gebracht. Diese Perle der Reiseliteratur, die, 1864 in London erschienen, bereits ein Jahr später in der deutschen Übersetzung mit dem Titel „Die Dolomitenberge“ vorlag, verlangte einfach danach, neu herausgegeben zu werden. Anstoß für die Reise der beiden Autoren durch das damalige Tirol, Friaul und Venetien war eine Passage aus einem Reiseführer, in dem die „Dolomitenberge“ folgendermaßen beschrieben wurden: „Sie vermitteln einen Reiz des Neuen und von erhabener Größe, der nur von denen gewürdigt werden kann, die ihren Anblick selber genossen haben.Und so brachen die beiden Männer auf, der eine, Josiah Gilbert, Maler, Zeichner, Kunstkritiker und Schriftsteller, mit Feder und Pinsel ausgerüstet, der andere, George C. Churchill, begeisterter Botaniker, mit Botanisiertrommel und Pflanzenmappe. Mit dabei waren auch ihre Ehefrauen. Der erste Anblick löste bereits jenen Zauber, jene Begeisterung aus, die die Dolomiten auch heute noch zu einem Sehnsuchtsort machen: „Wie! Churchill“, rief ich aus, „was auf Erden mag das nun sein?“ – „Dies“, sagte mein Freund, und dann nach einer kurzen Pause: „Dies müssen die Dolomiten sein!“
Mein Fazit: ein spannender Reisebericht in moderne Form gebracht, ein Werk, das alle, die die Dolomiten lieben, in ihrer Bibliothek haben sollten

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