15.6.18

Das Meer

von Wolfram Fleischhauer

Die junge Meeresbiologin Teresa verschwindet spurlos, als sie auf einem modernen Fischfang- und Gefrierschiff die Einhaltung der EU-Vorschriften überwachen soll. Sie ist nicht die erste der vielen Beobachter, die auf den Schiffen geschickt werden, um illegale Fischerei aufzudecken, die für immer verschwindet. Gleichzeitig gibt es erste Fälle von Vergiftungen nach dem Konsum von Fisch in mehreren Städten Europas. Buzual Armadores, der Besitzer mehrerer solcher Fischfangschiffe, ist alarmiert. Vor allem, da seine Leute Teresa auf seinem Schiff dabei beobachtet haben, wie sie den gefangenen Fisch mit etwas bespritzt hat. Steckt Ragna di Melo und ihre Truppe von radikalen Umweltaktivisten dahinter, die seit Jahren schon versuchen den skrupellosen Ausbeutern der Meere das Handwerk zu legen? Die Fischereimafia bedroht Ragnas Vater, einen schillernen Lobbyist und drohen ihm, seiner Tochter etwas anzutun. Daher versucht er mit allen Mitteln, sie zuerst ausfindig zu machen. Sie ist mit ihrer Truppe in den Wäldern von Myanmair untergetaucht. Inzwischen nehmen die Vergiftungen nach Fischkonsum auf der ganzen Welt zu und drohen den Fischmarkt total zu zerstören, was die großen Konzerne noch wütender macht.
Das Buch ist spannend und einfach zu lesen, man muss aber dabei bleiben Der Roman hat mich sehr beeindruckt. Wir alle wissen, dass wir mit unserer Lebensweise den Planeten ausbeuten, aber mit diesem Buch wird einem das so richtig vor Augen geführt. Der Autor schildet auch sehr gut, wie hilflos die Politik und die verschiedenen Organe der EU sind, die oft etwas ändern möchten, aber sich nicht durchsetzen können, weil die großen Konzerne zuviel Macht haben. Trotzdem begreift man, dass wir Verbraucher auch eine grosse Macht haben, indem wir bewußter konsumieren. Nach der Lektüre dieses Romans habe ich meine Konsumgewohnheiten hinterfragt.
Dieses Buch ist sicher nicht für alle , aber ich wünsche ihm viele Leser!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen