27.7.18

Ein Gentleman in Moskau

von Amor Towles

Wir befinden uns in Moskau, wo Graf Alexander Rostov, ein 30jähriger Lebemann, im Hotel Metropol seit Jahren sein Leben genießt. Bis zu dem Tag 1922, an dem er gerade hier verhaftet wird, später dann gnädiger weise nicht zum Tode verurteilt wird, sondern zu lebenslangem Hausarrest im Hotel. Dabei verliert er alle Privilegien und muss sich nun eben hier als Kellner das Leben verdienen. Er wäre aber nicht der stets optimistische Graf Rostov, wenn er dabei verzweifeln oder gar seine Manieren vergessen würde. Nein, nichts kann ihn von seinem Glauben abbringen, dass jeder Mensch auch mit kleinen guten Taten viel für seine Umwelt leisten kann. Und so erfahren wir viel von Russland und dessen Geschichte, politischen Umbrüchen und Persönlichkeiten, sowie von seinen Weggefährten im Hotel. Mein Fazit: 
Der Autor schreibt in einer wunderbaren Sprache von all den Geschehnissen und den verschiedensten Charakteren, die einem dieses Buch näher bringt, und wie im Falle des Grafen, richtig ins Herz schließen lässt. Auch wenn sich alles über 30 Jahre im Hotel abspielt, erleben wir eine große Vielfalt an interessanten und spannenden Situationen und geschichtlichen Informationen, die sicher eine Bereicherung für alle Russland-Interessierten sind. Die vielen Gespräche, die wir miterleben, sind nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum Besinnen.

Empfehlung: 
Für alle Leser und Bibliotheken geeignet. Kann mir nicht vorstellen, dass dieses Buch jemandem nicht gefallen könnte.

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