12.10.18

Mausmeer

von Tamara Bach

Es ist die Sprache, die einen sprachlos macht. Die einen trifft wie ein Faustschlag, die gleichzeitig simpel und so unglaublich ist, dass es mit Worten nicht zu beschreiben ist. Ben und Annika sind ungleiche Geschwister. Ben genau 18 und planlos – er hat die Schule abgebrochen, was er das gesamte Buch über seiner Schwester zu erzählen versucht -, seine Schwester ein paar Jahre älter, zielstrebige Studentin und Papas Liebling, landen in Opas altem Haus am Mausmeer. Papa will es verkaufen. Karfreitag bis Ostermontag kommt man oder will man nicht weg von dort. Es steht so viel zwischen den Zeilen, dass man nicht nur beim Lesen, sondern auch beim Denken gefordert ist. Angler und Osterfeuer, zudringliche junge Herren, reden wollen und nicht können. Es passiert so unsagbar viel und gleichzeitig so absolut nichts. Außer eigentlich Alltägliches.

Mein Fazit:
Einmal Tamara Bach, immer Tamara Bach. Ich liebe es.

Empfehlung:
Für konzentrierte Leser*innen, die Sprachgewaltiges mögen. Eher bei den Erwachsenen als bei den Jugendlichen einzuordnen

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