von Franziska Seyboldt
2016 hat Franziska Seyboldt in der Taz einen Artikel zu Angststörungen veröffentlicht („Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle“: http://www.taz.de/!5325096/). Das Besondere dabei: sie ist selbst eine Betroffene. Seyboldt leidet seit ihrem 12. Lebensjahr unter einer generalisierten Angststörung. Sie beschreibt die Angst als Ihre ständige Begleiterin die mit 12 Jahren bei einer Arztuntersuchung in das Behandlungszimmer spaziert. Ab diesem Moment ist nichts mehr wie vorher. Dabei stellt Seyboldt die Angst als eine Art uneingeladene Besucherin dar, die sich frech, sarkastisch und lästig wie eine Klette in ihr Leben drängt. Die LeserInnen begleiten Seyboldt durch verschiedene Episoden Ihres Lebens, durch gute und schlechte Tage, Lebenskrisen, verschiedene Therapeuten und Therapieansätze. Die Angst ist dabei immer präsent, mal mehr, mal weniger.
Fazit:
Das Buch bietet keine Lösung, es geht nicht darum die Angst hinter sich zu lassen, sondern mit ihr zu leben. Am Ende des Buchs steht somit auch nicht die Heilung, sondern eine Besserung. Die Stärke des Buchs ist die persönliche, aber distanzierte Schilderung vom Umgang mit Angststörungen, der Beschreibung wie es sich anfühlt, damit zu leben. Mein Lieblingszitat hierzu:
2016 hat Franziska Seyboldt in der Taz einen Artikel zu Angststörungen veröffentlicht („Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle“: http://www.taz.de/!5325096/). Das Besondere dabei: sie ist selbst eine Betroffene. Seyboldt leidet seit ihrem 12. Lebensjahr unter einer generalisierten Angststörung. Sie beschreibt die Angst als Ihre ständige Begleiterin die mit 12 Jahren bei einer Arztuntersuchung in das Behandlungszimmer spaziert. Ab diesem Moment ist nichts mehr wie vorher. Dabei stellt Seyboldt die Angst als eine Art uneingeladene Besucherin dar, die sich frech, sarkastisch und lästig wie eine Klette in ihr Leben drängt. Die LeserInnen begleiten Seyboldt durch verschiedene Episoden Ihres Lebens, durch gute und schlechte Tage, Lebenskrisen, verschiedene Therapeuten und Therapieansätze. Die Angst ist dabei immer präsent, mal mehr, mal weniger.
Fazit:
Das Buch bietet keine Lösung, es geht nicht darum die Angst hinter sich zu lassen, sondern mit ihr zu leben. Am Ende des Buchs steht somit auch nicht die Heilung, sondern eine Besserung. Die Stärke des Buchs ist die persönliche, aber distanzierte Schilderung vom Umgang mit Angststörungen, der Beschreibung wie es sich anfühlt, damit zu leben. Mein Lieblingszitat hierzu:
„An guten Tagen wache ich auf und bin eine Schildkröte. Dann spaziere ich bepanzert bis an die Zähne durch die Straßen und verrichte gemächlich mein Tagewerk, Tunnelblick an und los […]. An schlechten Tagen wache ich auf und bin ein Sieb. […] An diesen Tagen ist alles zu laut, zu nah, zu präsent. Diesen Zustand als dünnhäutig zu bezeichnen, wäre untertrieben, denn da ist keine Haut; sie hat sich über Nacht abgeschält, und die Organe liegen blank und pochen vor sich hin. Als Sieb ist immer Tag der offenen Tür.“ (Seite 15 ff.)
Empfehlung:
Ein tolles Buch, das dazu beiträgt, dass das Thema enttabuisiert wird. Es gibt einen sehr eindrucksvollen Einblick, wie es sich anfühlt, mit dieser Störung zu leben. Absolute Leseempfehlung!
Empfehlung:
Ein tolles Buch, das dazu beiträgt, dass das Thema enttabuisiert wird. Es gibt einen sehr eindrucksvollen Einblick, wie es sich anfühlt, mit dieser Störung zu leben. Absolute Leseempfehlung!

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