22.3.19

Jetzt ist alles, was wir haben

von Amy Giles

Beschreibung:
Hadley hat hervorragende Schulnoten, ist Kapitänin des Lacrosse-Teams und nahe dran, den Flugschein zu machen – und alles nur für ihren Vater. Der Geschäftsmann, der sehr darauf bedacht ist, immer und überall der Beste zu sein, macht seiner Familie das Leben zur Hölle. Nach außen hin um jeden Preis das Bild einer Vorzeigefamilie vermittelnd, ist er zuhause tyrannisch, launenhaft und unberechenbar. Hadley muss jeden Tag um halb fünf aufstehen, um mit ihm joggen zu gehen oder um im Fitnessraum zu trainieren. Sie und auch ihre Mutter und Schwester dürfen nur das essen, was der Vater absegnet. Und selbst bei der Wahl des Colleges darf die 17-Jährige nicht mitreden.
Hadleys Freunde können nur ahnen, was sich bei ihr Zuhause abspielt. Sie will ihnen nichts Konkretes erzählen, will ihrem Vater nicht noch mehr Platz in ihrem Leben einräumen. Doch dann lernt die Jugendliche Charlie kennen, den sie schon seit Ewigkeiten aus der Ferne anhimmelt. Dieser zeigt ihr, dass das Leben auch anders sein kann, einfach, schön, lebenswert. Als er dahinterkommt, was Hadleys Vater ihr antut, schlägt er ihr vor, gemeinsam abzuhauen und sich irgendwo weit weg ein neues Leben aufzubauen. Doch Hadley kann ihre kleine Schwester Lila nicht im Stich lassen, die ihr Vater als sein nächstes Opfer auserkoren hat. Und so sieht Hadley in ihrer Verzweiflung nur mehr einen Ausweg…

Mein Fazit:
Das Thema Missbrauch, der hier auf mehreren Ebenen stattfindet, wird in diesem Buch sehr eindrücklich geschildert. Man leidet als Leser*in mit der Protagonistin und ihrer Familie mit, ist fassungslos, möchte ihnen helfen. Umso schöner ist dafür die sich nebenbei entwickelnde Liebesgeschichte. Ein sehr intensives Buch.

Empfehlung:
Für Leser*innen ab der Oberschule. Ein Buch, das man nur lesen sollte, wenn es einem gut geht. 

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