29.3.19

Stechmückensommer

von Jutta Wolke 

Madeleine genannt Made, fast 14, muss die Sommerferien in einem Camp in Südschweden verbringen. Ihre Eltern urlauben derweil in Japan. Madeleines Mutter hat eine Totgeburt hinter sich und muss mal raus. Madeleine ist wenig begeistert, sie kennt niemanden und übt sich in der Kunst des Unsichtbar-Seins. Gleich der erste Ausflug in ein still gelegtes Bergwerk endet in einem Fiasko. Madeleine wird samt VW-Bus von einem durchgeknallten 15-jährigen Punk entführt, der seinem Opa auf dem Totenbett versprochen hat, zu dessen Geburtstag am Nordkap zu sein. Eine Reise, die sie eigentlich gemeinsam machen wollten. Über holprige Nebenstraßen kommen sie nur schlecht voran. Madeleine genießt das Abenteuer, weil einmal nicht ihr fetter Körper im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. Irgendwann wird das Benzin fertig und weil sie kein Geld haben, klauen sie auf einem Campingplatz. Zurück im Bus sitzt dort Vincent, der "Mongo" und lässt sich partout nicht dazu bringen auszusteigen. Das ungleiche Trio macht ab jetzt gemeinsame Sache.

Mein Fazit: 
Ein Roadmovie wie aus dem Bilderbuch. Atmosphärisch dicht, mit Protagonisten, die alle ihr Päckchen zu tragen haben. Außenseiter sein wegen Behinderung, Figur, nicht schreiben können, einen Traum leben, sich selber annehmen, Reisen sind die Themen.

Meine Empfehlung: 
Leicht lesbar, ab Mittelschule.

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