10.4.20

Heldenhaft

von Andreas Thamm

Andi ist 17. Sein Leben ist herrlich durchschnittlich. Er schwärmt für das Nachbarmädchen Lea nur von der Weite. Und verbringt seine Tage mit seinem besten Freund Ferdl. Es sind Schulferien. Gemeinsam machen sie den üblichen Quatsch. Bis ihr Freund Mitch nach einem Jahr Knast wieder freikommt. Und gehörig Wirbel in das beschauliche Dasein der beiden bringt. Plötzlich finden sie sich als Komplizen bei einem Einbruch in ein Antiquitätengeschäft wieder. Beinahe werden sie erwischt. Mitch verschwindet immer so schnell von der Bildfläche, wie er wieder auftaucht. Andi beschließt, bei Lea Nägel mit Köpfen zu machen. Doch das ist gar nicht so einfach. Leas Eltern sind Angehörige einer erzkatholischen Bewegung, die ihrer Tochter fast das Atmen verbieten. Die Dates mit Andi haben schreckliche Sanktionen. Lea bittet Andi, ihr beim Abhauen zu helfen. Na, das machen wir doch mal. Zusammen mit dem Experten fürs Abhauen, dem Orientierungskünstler Ferdl, geht’s ab ins Gebüsch. Der Roman erinnert ein wenig an „Tschick“ ohne natürlich „Tschick“ zu sein.

Mein Fazit:
Das Buch kommt sehr langsam in Schwung und hat es doch geschafft, dass ich mich durch die ersten 30 Seiten durchgequält habe, bis die Geschichte endlich Fahrt aufnimmt. Alles in allem unterhaltsame Lektüre, vielleicht ein bisschen wenig pädagogischer Zeigefinger? Eigentlich hat gar nichts irgendwelche Konsequenzen … Das ist in der Realität nicht so oder?

Meine Empfehlung:
Ein can-have, kein must-have. 

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