24.7.20

Im Ernstfall keine halben Sachen

von Dan Mooney
März 2020 (HarperCollins), 368 Seiten

Frank ist der neue Zimmergenosse im Altersheim, in das Joel mit seiner Frau vor ein paar Jahren gezogen war; die ist aber inzwischen verstorben, hat ihn also "verlassen”. Auch der Komapatient im Bett nebenan, mit dem er so viele Stunden verbracht hat, ohne je eine Widerrede zu erhalten, stirbt genau dann, als Joel beschlossen hat, dass er keine Lust mehr auf Leben hat.
Und jetzt soll er sich auf Frank einlassen, einen ehemaligen Schauspieler, der bei Insassen und Personal sofort gut ankommt. Er weiß mit einer gewissen Leichtigkeit jede Situation zu meistern. In dieser Lebenslage finden der “Traurige” und der “Komische” den holprigen Weg zu einer Freundschaft, die viele Aspekte des Lebens beleuchtet und viele Lösungen hervorbringt. Mein Fazit:
Ein Buch, das sich gemächlich zur spannenden Geschichte entwickelt. Es werden Probleme wie Altersdepression, Ausgrenzung und Entmündigung angesprochen, die überall präsent sind, aber oft übersehen werden. Dabei besticht der Autor mit der Gabe, dem Leser alles mit einer humorigen Leichtigkeit verpackt zu präsentieren und ihn fast unbewusst zur Reflexion anzuregen.
Empfehlung:

Für alle geeignet! Freude bereitet dieses Buch sicher jenen Lesern, die sich mit der Welt des Theaters und/oder Fernsehens auseinandersetzen.

Nelly Gamper, Bibliothek Haslach

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