5.2.21

Tiroler Teufelstanz

Von Christian Kössler
Oktober 2020 (pyjamaguerilleros*), 191 Seiten

In den sechzehn Kurzgeschichten des Innsbrucker Autors und Bibliothekars Christian Kössler begegnen wir bekannten Sagengestalten aus Nord-, Ost- und Südtirol in unserer Gegenwart: Da verwandeln sich Kitzbüheler Geschäftsmänner in Esel, ein Journalist am Kalterer See fängt sich einen Geist ein und die Begegnung mit dem Teufel auf der Zugfahrt nach Lienz nimmt für einen Fahrgeist wohl kaum ein gutes Ende. Sehr oft müssen die Lebenden nach der Begegnung mit den Geistern, Toten und Hexen ihr Leben lassen, gruselig ist es immer, und jene, die jetzt immer noch an der Existenz von Hexen, Gespenstern und bösen Geistern zweifeln, sollten sich in Acht nehmen. Jede Kurzgeschichte ist mit dem Text der ursprünglichen Sage ergänzt.

Mein Fazit:
Die Kurzgeschichten beleben nicht nur alte Tiroler Sagen, sondern lassen die Leserin und den Leser eine wirklich gruselige und gleichzeitig interessante Reise durch Nord-, Ost- und Südtirol erleben, die Lust darauf macht, die Originalschauplätze der Sagen zu besichtigen, in der Hoffnung, dass dann doch alles nur eine gruselig-erfundene Erzählung ist.

Empfehlung:
Nicht nur für Sagenfans, sondern auch für all jene, die Lust auf eine Wanderung durch bekannte Orte in Nord-, Ost- und Südtirol haben und deren gespenstisch-teuflische Seite kennenlernen wollen.

Karin Hochrainer, Stadtbibliothek Sterzing

 

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