Von Christian Kössler
Oktober 2020 (pyjamaguerilleros*), 191 Seiten
In den sechzehn Kurzgeschichten des Innsbrucker Autors und
Bibliothekars Christian Kössler begegnen wir bekannten Sagengestalten
aus Nord-, Ost- und Südtirol in unserer Gegenwart: Da verwandeln sich
Kitzbüheler Geschäftsmänner in Esel, ein Journalist am Kalterer See
fängt sich einen Geist ein und die Begegnung mit dem Teufel auf der
Zugfahrt nach Lienz nimmt für einen Fahrgeist wohl kaum ein gutes Ende.
Sehr oft müssen die Lebenden nach der Begegnung mit den Geistern, Toten
und Hexen ihr Leben lassen, gruselig ist es immer, und jene, die jetzt
immer noch an der Existenz von Hexen, Gespenstern und bösen Geistern
zweifeln, sollten sich in Acht nehmen. Jede Kurzgeschichte ist mit dem
Text der ursprünglichen Sage ergänzt.
Mein Fazit:
Die Kurzgeschichten beleben nicht nur alte Tiroler Sagen, sondern lassen
die Leserin und den Leser eine wirklich gruselige und gleichzeitig
interessante Reise durch Nord-, Ost- und Südtirol erleben, die Lust
darauf macht, die Originalschauplätze der Sagen zu besichtigen, in der
Hoffnung, dass dann doch alles nur eine gruselig-erfundene Erzählung
ist.
Empfehlung:
Nicht nur für Sagenfans, sondern auch für all jene, die Lust auf eine
Wanderung durch bekannte Orte in Nord-, Ost- und Südtirol haben und
deren gespenstisch-teuflische Seite kennenlernen wollen.
Karin Hochrainer, Stadtbibliothek Sterzing
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