von Alexander Oetker
Mai 2021 (Atlantik), 176 Seiten
Jeden Mittwoch fährt Maurice aus Paris in ein verträumtes Hafenstädtchen in der Bretagne, weil er dort einen beruflichen Auftrag hat. Der stille, unnahbare Mann erhält eines Tages einen vierseitigen Liebesbrief von der Rezeptionistin seines Hotels.
Wer vermutet, dass „Mittwochs am Meer" eine kitschige Urlaubsflirtgeschichte beinhaltet, hat hier weit gefehlt. Eine Liebesgeschichte, das ja, aber von einer Schnulze weit entfernt. Oetker erzählt hier von einer Liebe auf den ersten Blick, von zunächst zwei Unbekannten, die wir erst im Laufe der Geschichte besser kennenlernen. Wunderbar wird hier der Rausch der ersten Verliebtheit dargestellt, von der Kopflosigkeit des männlichen Protagonisten erzählt, von der sexuellen Gier der beiden Liebenden.Mein Fazit:
Auch wenn sich der Kitsch am Ende doch noch leise eingeschlichen hat, bin ich doch positiv überrascht von diesem Roman, der gleichzeitig eine Hommage an die Bretagne ist.
Empfehlung:
Empfohlen für alle frankophilen Leser:innen. Es ist und bleibt aber eine Liebesgeschichte.
Sigrid Klotz, Bibliothek Frangart
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen