von Katharina Adler
April 2022 (Rowohlt), 288 Seiten
Hier geht es um viele kurze Erzählungen über Ereignisse aus dem Leben einer jungen Frau und ihren Empfindungen, die im Buch in vier Kapitel unterteilt sind, die nach Jahreszeiten benannt sind. Die Protagonistin ist eine unscheinbare Frau, aber unabhängige Schreinerin mit eigener Werkstatt in einem Münchner Hinterhof.
Sie wird immer nur mit ihrem Nachnamen genannt, was sie nicht gerade sympathischer erscheinen lässt. Das Leben war für sie noch nie einfach und verspricht auch für die Zukunft keine großen Besserungen. Nichtsdestotrotz geht sie unbeirrt ihren Weg, versucht möglichst nicht aufzufallen und beobachtet lieber alles von ferne. Die menschlichen Beziehungen haben ihr bisher keine großen Freuden beschert, vielleicht ist sie deshalb so launisch und wendet sich eher von den Mitmenschen ab. Die Träume von Liebe und Beziehung, die Wünsche von Freundschaft und Bestätigung bleiben aber bestehen.Mein Fazit:
Die Autorin erzählt ziemlich unaufgeregt vom täglichen Leben, das man manchmal gut nachempfinden kann; man begegnet interessanten Charakteren und schmunzelt auch über humorvoll geschilderte Situationen. Trotzdem habe ich mich manchmal zum Weiterlesen zwingen müssen, denn ich erwartete immer noch ... etwas Anderes/Aufregenderes!
Nelly Gamper, Bibliothek Haslach
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