7.7.23

Toffee

von Sarah Crossan
Januar 2023 (Hanser), 352 Seiten

Sarah Crossans Bücher in Versen haben wenige Worte, aber viel zu sagen. So auch das neueste Werk, „Toffee“. Die 15-jährige Allison haut von zu Hause ab, nachdem ihr der Mann, der ihr Vater ist, mit dem Bügeleisen eine Brandwunde im Gesicht zugefügt hat. Nach und nach enthüllt sich die Grausamkeit dieses Menschen, der nicht nur sein Kind, sondern auch seine Lebensgefährtin – nicht nur körperlich – misshandelt.

Toffee findet Unterschlupf bei Marla, deren Demenz so weit fortgeschritten ist, dass sie eigentlich nicht mehr alleine bleiben kann. Marla hält Allison für ihre Jugendfreundin Toffee. Als solche sorgt sich Allison um die kranke, alte Frau und gemeinsam erleben sie unvergessliche Momente. Für die beiden Frauen entsteht eine Win-win-Situation, so krass die Umstände auch sind.

Mein Fazit:
Ein bewegendes Buch, das ich in einem Guss durchgelesen habe. Nicht jedoch, ohne mehrere Male innezuhalten, durchzuatmen und wieder einzutauchen. Sarah Crossans Bücher sind wahre sprachliche Juwelen.

Empfehlung:
Ein Jugendbuch ab 14, das den Abstecher ins Erwachsenenbuchregal durchaus verdient hätte.

Michaela Grüner, Stadtbibliothek Bruneck

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