Bernhard Jaumann schreibt seit 2018 Kriminalromane, in denen die Münchner Kunstdetektei von Schleewitz ermittelt. In seinem dritten Roman stehen die drei Mitarbeiter vor einer großen Herausforderung. In München tauchen plötzlich an Hauswänden Graffiti auf, die von Banksy, dem berühmten, bislang nicht identifizierten Streetartkünstler stammen könnten.
Eine Zeitung wird darauf aufmerksam, es werden mehrere Artikel über die Ratten-Graffiti veröffentlicht, es findet eine regelrechte Jagd auf die Bilder statt. Auch Kunsthändler und Spekulanten werden aufmerksam, bei einer Kunstauktion erzielt eines der Bilder einen sehr hohen Preis. Die Detektive ermitteln und schon bald kommen Ungereimtheiten an den Tag. Vom Büro des Künstlers kommen Dementis; Unterschiede in der Darstellungstechnik der Ratten werden offensichtlich, die Vermutung liegt nahe, dass zwei verschiedene Künstler am Werk sind. Wer steckt hinter den verschiedenen Bildern? Besonders auffällig ist, dass manche Graffiti an Orten auftauchen, an denen sich in den letzten Jahren tragische Zwischenfälle ereignet haben. Ein tragischer Unfall scheint auch mit dem Fall zu tun zu haben.Mein Fazit:
Dieser Krimi ist gut konstruiert und spannend. Es fehlt nicht an Seitenhieben gegen den Kunstbetrieb und seine Machenschaften. Auch der Pressebetrieb mit seiner Sensationsgier bekommt sein Fett ab. Es geht im Roman auch um soziale Kälte und den Versuch, auf soziale Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen.
Empfehlung:
Besonders kunstinteressierten Leserinnen und Lesern zu empfehlen und all jenen, die auch in Krimis einen kritischen Blick auf unsere Gesellschaft mögen.
Mathilde Aspmair

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