30.8.13

Commissario Pavarotti trifft keinen Ton

von Elisabeth Florin

Lissie wurde in ihrer Frankfurter Heimat gerade aus ihrem gutbezahlten Job gefeuert und hat Streit mit ihrem Freund, weshalb sie entnervt ihre Zelte abbricht und für einen Kurzurlaub nach Meran kommt. Hier war sie bereits als Jugendliche mit ihrem Vater, der seitdem jedoch vermisst ist. Nun hilft sie, die normalerweise ihre Zeit eigentlich mit Extremshopping verbringt, dem Bozner Kommissar Pavarotti, der widerwillig in Meran die Ermittlung des Mordes an einem der reichsten Meraner Bürger übernimmt, bei der Aufklärung des Falles. Sie schnüffelt in der Meraner High Society herum, kann aber nicht verhindern, dass es zu einem weiteren Mord kommt. Diesmal stirbt der Vater des vorherigen Opfers... Ermorden in Meran die Geschäftsleute ihre Konkurrenten aus Missgunst und Neid, oder ist es doch eine späte Rache aus den Bombenjahren, wie Lissie vermutet?

Südtirolkrimis sind, wie andere Provinzkrimis auch, in, doch werden sie meistens leider von Südtiroltouristen geschrieben - was sich in Form von historischen und geografischen Fehlern niederschlägt. Bei diesem Südtirolkrimi merkt man, dass die Autorin doch ein bisschen mehr Ahnung von Südtirol, der Kultur und der Geschichte hat. Dennoch: wenn man in einem Roman schon Dialekt verwenden will, muss man das authentisch machen und den richtigen Dialekt gebrauchen. In diesem Buch reden die Südtiroler mehr Vorarlbergerisch oder Bayrisch - Südtirolerisch ist es jedenfalls nicht.Dennoch: sehr empfehlenswert für alle Bibliotheken, da der Lokalbezug bei uns immer zieht und es zudem noch ein spannender Krimi ist!

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