16.1.15

Der Rosie-Effekt

von Graeme Simsion

Nachdem es Don im ersten Buch „Das Rosie-Projekt“ trotz seines sehr unzweckmäßigen Fragebogens geschafft hat, die Frau fürs Leben zu finden, lässt er sich mit Rosie in New York nieder. Er arbeitet an der Uni, sie studiert dort, beide jobben zusätzlich mit großem Spaß in einer Cocktailbar. Seinen genau geplanten Tagesablauf, den Don vorher als Single lebte, gestaltet er nun so um, dass das Leben zu zweit perfekt funktioniert und auch der Sex nicht zu kurz kommt. Doch dann wird dieses akribisch durchgeplante Leben gestört: Sein bester Freund Gene, der seit Jahren eine offene Ehe führte, wird von seiner Frau Claudia verlassen und zieht nun spontan zu Don und Rosie nach New York – was Rosie gar nicht begeistert. Und zu allem Überfluss eröffnet Rosie Don auch noch, dass sie schwanger ist und ein Kind bekommen wird… Nun passt Dons perfekt angepasster Tagesablauf plötzlich gar nicht mehr zu den neuen Gegebenheiten, und diese Situation stellt ihn vor große Herausforderungen. Tapfer versucht er, alle Ratschläge von Freunden und Experten zu befolgen, und gerät dadurch immer in absurdere Zwickmühlen – und immer mehr auf Rosies Abschussliste. Sie beginnt sich zu fragen, ob Don ihrem Kind wirklich ein Vater sein kann…

Das Rosie-Projekt geht weiter – und diesmal wird es zum BUD-Projekt! Mit der gewohnten Rationalität geht Don an das neue Problem heran, und genau das bringt ihn in immer absurdere Situationen. Als Leser muss man heftig schmunzeln und auch immer wieder laut auflachen, was aber immer liebevoll gemeint ist. Das Buch ist in einer schönen, aber sehr sachlichen Sprache geschrieben, die frei von Gefühlsduseleien ist – weshalb dann umso mehr Emotionen entstehen können. Einziger Wermutstropfen: Der Übersetzer hatte es gar zu eilig, es haben sich einige grobe Fehler eingeschlichen.
Alle, die das Rosie-Projekt liebten, wird auch der Rosie-Effekt nicht kalt lassen. Durch die doch etwas anspruchsvollere Sprache sollte man es jedoch nicht unbedingt Kunden empfehlen, die am liebsten nur sehr leicht verständliche Bücher lesen.

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