2.1.15

Passagier 23

von Sebastian Fitzek

Bei Sonnenuntergang entspannt Cocktails schlürfen, sich dabei die warme Meeresbrise um die Nase wehen lassen und im Hintergrund das Rauschen der Wellen. So stellen sich viele einen perfekten Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff vor, doch nur wenige wissen, dass jährlich viele Menschen auf diesen Schiffen verschwinden.
Unfall, Selbstmord oder gar Mord?

Martin Schwartz, ein Berliner Polizeipsychologe, wird unerwartet auf die „Sultan of the Seas“ gerufen, wo vor 5 Jahren seine Frau und sein kleiner Sohn Timmy verschwunden sind. Alle gingen damals von erweiterten Selbstmord aus, doch Martin hat nie daran geglaubt.
Die etwas schräge Rentnerin Dobkowitz, die Dauergast auf dem Schiff ist, drückt Martin den Teddy von Timmy in die Hände, den ein Mädchen namens Anouk bei sich hatte.
Die elfjährige Anouk war vor einigen Wochen selbst auf dem Schiff zusammen mit ihrer Mutter spurlos verschwunden und dann plötzlich schwer traumatisiert wieder aufgetaucht. Da niemand zu dem Mädchen durchdringen kann, wird Martin gebeten, sich ihrer anzunehmen und so langsam kommt er der schrecklichen Wahrheit näher...

Mein Fazit: Ein typischer Pageturner vom deutschen Meister des Psychothrillers. In diesem Buch greift Fitzek ein brisantes Thema auf, das sicherlich viele Reedereien gerne unter den Teppich kehren möchten. Doch leider entspricht es der traurigen Wahrheit, dass jährlich zahlreiche Personen von Kreuzfahrtschiffen spurlos verschwinden. Bleibt eine Kabine leer wird meistens von einem Selbstmord ausgegangen. Doch auch Mord kann nicht ausgeschlossen werden, so wie die Londoner Tageszeitung "The Guardian" den US-Abgeordneten Christopher Says zitiert:" Eine Kreuzfahrt sei der "perfekte Weg, um das perfekte Verbrechen zu verüben".

Empfehlung: Ich empfehle dieses Buch allen, denen es nichts ausmacht, wenn einem immer wieder das Herz eine Etage tiefer rutscht. Spannend bis zur letzten Seite.

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