von Dina Nayeri
Saba lebt mit ihrer Zwillingsschwester Mahtab und ihren zum Christentum konvertierten, wohlhabenden Eltern im vorrevolutionären Iran und wird westlich erzogen. Dann zwingt die islamische Revolution die Familie, Teheran zu verlassen und sich auf ihre Ländereien in der iranischen Provinz zurückzuziehen, wo es für sie weniger gefährlich ist – hier gibt es nicht so viele Mullahs, die sie bespitzeln könnten. Mit den wenigen Mullahs vor Ort betreibt Sabas Vater eine Politik der Offensive: Statt sich zu verstecken, öffnet er sein Haus für sie und die Landbevölkerung. Als Saba elf Jahre alt ist, verschwinden sowohl Mahtab als auch ihre Mutter. Sie erinnert sich noch an eine verhängnisvolle Nacht, in der sie und Mahtab im Kaspischen Meer schwimmen waren und die kein gutes Ende nahm: Sie selbst war danach lange dem Tode nahe, während ihre Eltern ihr sagten, dass sie Mahtab wegen der Ansteckungsgefahr nicht sehen dürfe. Als es ihr wieder besser geht, sollen sie in die USA ausreisen. Am Flughafen passiert etwas, was sie von ihrer Mutter trennt. In ihrer Erinnerung sieht sie, wie Mahtab und Mama das Flugzeug besteigen, während sie mit ihrem Vater zurückbleibt. Fortan glaubt sie daran, dass Mahtab in Amerika das bessere Leben führt, während sie sich im Iran verstellen muss und ihre wahren Begabungen nicht ausleben darf. Bei allen einschneidenden Ereignissen in ihrem Leben malt sie sich aus, was Mahtab in den USA gerade erlebt – die Schicksale von Zwillingen sollen ja untrennbar miteinander verbunden sein, auch wenn man in verschiedenen Kontinenten aufwächst. Bald kann Saba selbst nicht mehr zwischen Erinnerung und Phantasie, zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden… und muss sich gleichzeitig auch fragen, inwieweit sie ihre Liebe für ein gesichertes Leben opfert.
In farbenfrohen Schilderungen eröffnet sich dem Leser ein Bild von einer fremden Welt mit fremden Gerichten, Gerüchen und Bräuchen. So idyllisch das manchmal wirken kann, lauert doch stets die Gefahr des Islamismus, der Mullahs, des Verratenwerdens, der Unterdrückung. Beeindruckende und sehr nachdenklich machende Lektüre.
Empfohlen allen, die gerne über ferne Länder lesen und in andere Kulturen eintauchen.
Saba lebt mit ihrer Zwillingsschwester Mahtab und ihren zum Christentum konvertierten, wohlhabenden Eltern im vorrevolutionären Iran und wird westlich erzogen. Dann zwingt die islamische Revolution die Familie, Teheran zu verlassen und sich auf ihre Ländereien in der iranischen Provinz zurückzuziehen, wo es für sie weniger gefährlich ist – hier gibt es nicht so viele Mullahs, die sie bespitzeln könnten. Mit den wenigen Mullahs vor Ort betreibt Sabas Vater eine Politik der Offensive: Statt sich zu verstecken, öffnet er sein Haus für sie und die Landbevölkerung. Als Saba elf Jahre alt ist, verschwinden sowohl Mahtab als auch ihre Mutter. Sie erinnert sich noch an eine verhängnisvolle Nacht, in der sie und Mahtab im Kaspischen Meer schwimmen waren und die kein gutes Ende nahm: Sie selbst war danach lange dem Tode nahe, während ihre Eltern ihr sagten, dass sie Mahtab wegen der Ansteckungsgefahr nicht sehen dürfe. Als es ihr wieder besser geht, sollen sie in die USA ausreisen. Am Flughafen passiert etwas, was sie von ihrer Mutter trennt. In ihrer Erinnerung sieht sie, wie Mahtab und Mama das Flugzeug besteigen, während sie mit ihrem Vater zurückbleibt. Fortan glaubt sie daran, dass Mahtab in Amerika das bessere Leben führt, während sie sich im Iran verstellen muss und ihre wahren Begabungen nicht ausleben darf. Bei allen einschneidenden Ereignissen in ihrem Leben malt sie sich aus, was Mahtab in den USA gerade erlebt – die Schicksale von Zwillingen sollen ja untrennbar miteinander verbunden sein, auch wenn man in verschiedenen Kontinenten aufwächst. Bald kann Saba selbst nicht mehr zwischen Erinnerung und Phantasie, zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden… und muss sich gleichzeitig auch fragen, inwieweit sie ihre Liebe für ein gesichertes Leben opfert.
In farbenfrohen Schilderungen eröffnet sich dem Leser ein Bild von einer fremden Welt mit fremden Gerichten, Gerüchen und Bräuchen. So idyllisch das manchmal wirken kann, lauert doch stets die Gefahr des Islamismus, der Mullahs, des Verratenwerdens, der Unterdrückung. Beeindruckende und sehr nachdenklich machende Lektüre.
Empfohlen allen, die gerne über ferne Länder lesen und in andere Kulturen eintauchen.

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