1.5.15

Ein Mann namens Ove

von Frederik Backman

Ove ist ein typischer brummeliger Nachbar: alt, unausstehlich, unzufrieden, immer am Meckern… Er wacht akribisch darüber, dass im gesamten Wohnviertel niemand Auto fährt und dass der Müll richtig sortiert wird, dafür stellt er auch gerne handgeschriebene Verbotsschilder auf oder lässt sich zu Schimpftiraden hinreißen. Doch selbst dazu kann er sich in letzter Zeit kaum noch aufraffen. Vor wenigen Monaten ist seine geliebte Frau gestorben, die er immer noch regelmäßig auf dem Friedhof besucht und mit der er Zwiegespräche hält. Und jetzt wurde er auch noch in die Frühpension entlassen! Was soll er nun anfangen? Ove räumt seine Wohnung auf, zieht seinen besten Anzug an, ordnet seine Unterlagen und macht sich daran, sich selbst umzubringen. Doch es ist wie verhext: bei jedem seiner Selbstmordversuche wird er gestört! Entweder von seiner neuen exotischen Nachbarin, die ständig bei ihm auf der Türschwelle steht, deren großer Familie oder von einer ebenso brummeligen alten Katze, die er immer wieder vor dem verwöhnten Nachbarshund retten muss. Widerwillig erledigt er immer wieder neue Aufgaben und lässt sich immer wieder auf neue Menschen ein, obwohl er doch nur eines will: in Ruhe gelassen zu werden, damit er endlich aus dieser Welt scheiden kann…

Der alte, griesgrämige Ove wird einem mit jedem Wort des Buches sympathischer. Ganz geschickt aufgefädelte Lebensgeschichte eines grundehrlichen, fleißigen Mannes mit einem riesengroßen Herzen, das voller Liebe für seine Frau war, die leider viel zu früh von ihm gegangen ist. Witzig erzählt, einfühlsam und mit ganz, ganz viel Herz. Gleichzeitig mit wunderbaren Beschreibungen, wie die alte Katze, die Ove ungewollt aufs Auge gedrückt wurde, gerade aussieht und sich gerade fühlt!
Gemeinsam mit "Das Rosie-Projekt" mein Topp-Eins-Buch von 2014!

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