8.5.15

Stimmen

von Ursula Poznanski

Beschreibung:
Im Salzburger Klinikum Nord wird der aufstrebende junge Psychiater Max Schlager tot auf einer Bahre aufgefunden. In seinem Hals steckt eine Metallschiene, und auf seinem Körper sind bunte Plastikmesser in einem seltsamen Muster drapiert.
Als die beiden Salzburger Kommissare Beatrice Kaspary und Florin Wenninger zum Tatort kommen, wird schnell klar, dass die Metallschiene nicht das Mordwerkzeug war.
Innerhalb kürzester Zeit werden zwei weitere Tote auf der Psychiatrischen Abteilung aufgefunden. Den beiden Ermittlern bleibt nichts anderes übrig: sie müssen neben dem Pflegepersonal und den Ärzten auch die Patienten der Psychiatrischen Klinik befragen. Das erweist sich als außerordentlich schwierig, denn die dort behandelten Patienten sind schwer traumatisiert und kommunizieren auf ihre eigene Weise- oder im Fall der Starpatientin Marie – überhaupt nicht. Marie wurde als junges Mädchen in einem Verlies auf dem Bauernhof ihres Vaters aufgefunden, am Hals angekettet, verwahrlost und sprachlos.
Als allein erziehende Mutter hat Beatrice nun wahrlich genug um die Ohren. Da passt es ihr im Grunde gar nicht so recht, dass die Beziehung zu ihrem Kollegen Florin immer intensiver wird. Aber die Gefühle lassen sich nun mal schwer unterdrücken. Und die Sorgerechtsklage von ihrem Exmann Achim kommt genau im ungünstigsten Moment.

Fazit:
Ursula Poznanski hat in ihrem dritten Krimi mit dem Ermittlerteam Kaspary/Wenninger wieder ein hochspannendes Buch zu einem aktuellen Thema geliefert. Der Leser ist von der ersten Seite an mitten im Geschehen und kommt bis zum Schluss nicht mehr los. Die Lösung des Falles ist kaum vorhersehbar und die Wendungen überraschen immer wieder.

Empfehlung:
Eine klare Empfehlung für alle Bibliotheken. “Stimmen” wird wie seine Vorgänger “Vögel” und “Fünf” auf alle Fälle wieder ein Leserhit werden.





Sigrid Klotz, ÖB Frangart

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen