18.9.15

Ich hätte es wissen müssen

von Tom Leveen

Beschreibung:
Mitten in der Nacht klingelt das Handy der 16-jährigen Tori. Der Anrufer ist ein Junge namens Andy und er behauptet, Tori rein zufällig angerufen zu haben. Er bittet sie, ihm einen einzigen Grund zu nennen, warum er sich nicht umbringen sollte. Ausgerechnet in dieser Nacht und ausgerechnet Tori! Ihr steht nämlich am nächsten Morgen eine Gerichtsverhandlung bevor. Sie wird beschuldigt, mit ihren hetzerischen Posts auf Facebook einen Jungen in den Freitod getrieben zu haben. Tori ist misstrauisch. Will sie mit diesem Anruf jemand reinlegen? Gerne möchte sie glauben, dass Andy nur blufft. Aber wenn er die Wahrheit sagt, könnte sie das zweite Mal jemanden in den Tod getrieben haben. Auf die Hilfe ihres Bruders kann sie nicht mehr zählen. Er war selbst ein Mobbing - Opfer in der Schule, und seit Tori angeklagt ist, wechselt er kein Wort mehr mit ihr. Ein einziger Freund ist ihr noch geblieben, Noah. Er kommt mitten in der Nacht zu ihr, und gemeinsam führen sie das Telefonat um Leben und Tod.

Fazit:
Ein spannender Page -Turner zu einem hochaktuellen Thema: Cyber – Mobbing. Auch wenn die Hauptfigur keine tapfere Heldin, sondern eine feige Mitläuferin ist, die erst am Ende der Geschichte versteht, dass ihre Schuld nicht am Tun, sondern eben am „Nichtstun“ besteht, ist es doch eine anregende Diskussionsgrundlage.

Empfehlung:
Eine Empfehlung für alle Jugendbuchabteilungen und vor allem für Schulbibliotheken, das Buch bietet sich als Klassenlektüre regelrecht an. 

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