30.12.16

Ein guter Tag zum Leben

von Lisa Genova

Joe O‘Brien ist 44 Jahre alt, glücklich verheiratet, hat vier erwachsene Kinder und liebt seine Arbeit als Polizist in Charlestown, einem kleinen Stadtteil von Boston. Ganz langsam beginnen sich Veränderungen an seinem Körper zu zeigen: zwanghafte Bewegungen, unkontrollierte Zuckungen und Stimmungsschwankungen, die die ganze Familie belasten. Die Diagnose beim Arzt ist niederschmetternd: er leidet an der Erbkrankheit Chorea Hungtington. Ihm bleiben noch zehn Jahre, in denen er aber nach und nach die Kontrolle über seinen Körper verlieren wird.
Die Familie ist geschockt, vor allem die vier Kinder, die entscheiden müssen, ob sie anhand eines Gentests wissen wollen, ob auch sie diese Krankheit bekommen werden.
Die zwei Älteren JJ und Meghan lassen sich testen und erhalten einen positiven Bescheid. Das ist für die Familie umso schlimmer, als JJ bald darauf Vater eines Sohnes wird und auch dieser gefährdet ist, die Krankheit geerbt zu haben. Vor allem die jüngste Tochter Katie weiß nicht, ob sie sich der Wahrheit stellen will oder ob es besser ist nicht zu wissen, was einen erwartet.

Man erfährt in diesem Roman sehr viel über die seltene Krankheit Chorea Hungtinton. Die Autorin hat gut recherchiert und zeigt, wie diese Krankheit das Leben aller Familienmitglieder aus der Bahn wirft. Trotz allem versucht die Familie mit den unberechenbaren Launen und den zunehmenden Gebrechen des Vaters fertig zu werden. 
Die Geschichte ist am Anfang ein wenig langatmig, wird dann aber besser. Das Familienleben wird gut beschrieben, die Beschreibung der Charaktere bleibt eher oberflächlich. Vor allem der Einblick in das Gemütsleben der Ehefrau hat mir gefehlt. Das Buch liest sich aber recht flüssig und gewinnt mit zunehmender Seitenanzahl an Spannung!

Für alle Leserinnen, die gerne Familiengeschichten mit einem Hauch Tragik lesen!

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