24.2.17

Sieben auf einen Scheiss

von Florian Wintels

Haben Sie schon mal versucht, einen Poetry-Slam-Text selber zu lesen? Wahrlich, ein Sch…Florian Wintels hat in seinem stilecht mit einem Hundeköttel verzierten Bändchen im Handtaschenformat 11 x 15,5 cm sieben wahrhaft beschissene Begebenheiten literarisch verarbeitet. Von gewollten und ungewollten Kindern ist da die Rede, von Partys, die ausarten und immer wieder ist Kot literarisches Thema. „Früher habe ich gerne Scheiße gesagt, weil es ein intensives Wort ist. Bei Scheiße ist immer viel Wut und Energie dabei, und Wut und Energie kommen sehr gut auf Slam-Bühnen.“ In letzter Zeit arbeitet der junge Herr, der eigenen Angaben zufolge weder ein passionierter Leser noch ein passionierter Schreiber ist, vermehrt mit „Glück“ als Wort. Florian Wintels ist Poetry Slammer mit Haut und Haar, man kann ihn sich im Internet ansehen und dort einen kleinen Vorgeschmack auf seine Performance bekommen https://www.youtube.com/watch?v=ywiskXv9sa8.„Ich würde sagen, meine Texte kann man schwer lesen, ohne dass man mich dabei sieht. Ich trage meine Texte auch immer frei vor, vorlesen kann ich nicht so gut.“ Seinen ersten Auftritt als Poetry Slammer hatte Florian Wintels 2009, mehr zufällig als beabsichtigt. Florian Wintels (Jahrgang 1993) studiert in Paderborn Populäre Musik und Medien, die Musik ist neben dem Poetry Slam seine zweite große Leidenschaft: Er ist Mitglied der Bands The Redphones und Gilderoy. 

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