8.9.17

DNA

von Yrsa Sigurdardottir

Eine junge Mutter wird brutal mit einem Staubsauger ermordet. Die Tochter ist die einzige Zeugin, sie hat sich unter dem Bett versteckt. Für Kommissar Haldur ist dies sein erster Fall! Als wenig später noch eine Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, ist das Entsetzen in Island groß. Kommissar Haldur und sein Team stehen unter enormen Druck! Erschwerend kommt dazu, dass er mit der Psychologin Freya zusammenarbeiten muss, mit der er noch vor kurzem eine Nacht verbracht hat. Allerdings hat er sich als Zimmermann ausgegeben. Dementsprechend ist das Wiedersehen der beiden sehr frostig und die Zusammenarbeit erweist sich als schwierig! Lange tappt das Ermittlerteam im Dunkeln, bis sich ein junger Amateurfunker bei der Polizei meldet, der Nummern-Botschaften erhalten hat, die mit den zwei Frauen zusammenhängen. Dann wird auch noch ein drittes Mordopfer gefunden. Es scheint, als wäre die Polizei endlich auf der richtigen Spur, doch Kommissar Haldur merkt bald, dass die Beweise zu offensichtlich sind und der Täter ganz woanders zu suchen ist.

Seit ich letzten Sommer in Island war, bin ich ein Riesenfan von diesem wunderschönen und einzigartigem Land, sodass ich an diesem Krimi nicht vorbei kam. Der Roman wurde mit dem Isländischem Krimipreis ausgezeichnet und das zu Recht. Spannung vom Anfang bis zum Ende, eine unerwartete Auflösung, auf die ich nie gekommen wäre und versteckte Beziehungsverflechtungen, die einen immer wieder zum Nachdenken bringen. Die Hauptcharaktere, Kommissar Haldur und die Psychologin Freya, sind sehr gut beschrieben, sodass man auch in das Leben der beiden eintaucht. Die Frage ist natürlich: Wird das noch was mit den beiden? Aber das kann man dann in den nächsten Romanen nachlesen - Fortsetzungen sollen folgen.

Einziger Nachteil: Die Autorin hat sehr brutale Methoden gewählt, um ihre Opfer vom Leben in den Tod zu befördern! Daher ist eine gewisse Abgebrühtheit beim Lesen von Vorteil!

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