13.4.18

Mein Freund Charlie

von Tanya Lieske

„Gute Literatur ist wie ein Leben, aus dem man die Langeweile herausgeschnitten hat.“ Langweilig ist es nicht in Tanja Lieskes neuem Jugendroman „Mein Freund Charlie“. Der 15-jährige Niks und sein Vater Marhis gehen nach Deutschland, genauer gesagt nach Düsseldorf, noch genauer gesagt, sie fahren mit einem Bus von ECOLINES über 50 Stunden von Lettland nach Düsseldorf. „Deutschland is’gut. In Deutschland haben alle Arbeit und wir haben ja jetzt den Euro.“ Die Realität in der Linienstraße sieht allerdings anders aus. Niks ist viel allein, weil Marhis auf verschiedenen Baustellen schuftet. Er freundet sich mit den Nachbarn an, mit der wunderschönen Natascha, in die er sich verliebt, mit Charlie, der sein bester Freund wird. Zusammen mit Charlies Bruder Vladimir, der irgendwie ballaballa ist, haben die zwei eine gut organisierte Einbrecherbande, zu der bald auch Niks gehört, weil er sich so gut anschleichen kann. Als Mahris ins Krankenhaus kommt, muss Niks sich alleine durchschlagen. Er gerät zusammen mit seinen Freunden in einen Hinterhalt der Klanke-Brüder, ebenso Einbrecher. In der scheinbar ausweglosen Situation taucht plötzlich Marhis auf zusammen mit seinem aus Amerika angereisten Bruder Witold. Und die beiden retten die Lage …

Mein Fazit:
Ein absolut cooles Buch für junge und jung gebliebene Leser*innen mit schrägen Figuren und noch schrägeren Ereignissen. Absolut liebenswürdig!

Empfehlung:
Durchaus auch für erwachsene Leser*innen geeignet, die „schon alles gelesen“ haben.

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