6.4.18

Nichts wünsche ich mir mehr

von Lena Hach

Buchcover und -titel, finde ich, sind eine heikle Angelegenheit. Deswegen ist eine eindeutige Aussage wichtig. „Nichts wünsche ich mir mehr“ zeigt ein Auge, das aus einer schwarzen Kapuze oder einem Kopftuch herausschaut – dachte ich. Das Schwarze ist keine Kapuze, auch kein Kopftuch, sondern es sind Haare. Wenn man das verstanden hat – was bei mir erst im Laufe der Geschichte war -, wird das Cover verständlich und man versteht auch das Thema.
Katha entdeckt münzgroße, kahle Stellen an ihrem Hinterkopf. Haarausfall? In ihrem Alter? Sie ist erst sechzehn und der Haarausfall hat einen Namen: Alopezie. Das bedeutet nicht nur Haarausfall auf dem Kopf, sondern am ganzen Körper. Zu Anfang lässt es sich noch gut verstecken, doch die Krankheit schreitet voran. Katha verliert immer mehr Haare und damit steigt die Angst, zur Schule zu gehen. Soziale Kontakte scheinen unmöglich. Ein Freund? Kein Gedanke! Irgendwann ist nur noch so wenig Kopfhaar übrig, dass sie sich selbst für eine Glatze entscheidet. Eine Perücke soll helfen. Doch das ist auch keine wirkliche Lösung! Jetzt kommen Heilmethoden aller Art ins Spiel: egal was es kostet, egal wie schmerzhaft es ist, es soll helfen. Tut es aber nicht. Und da ist auch noch Jasper, der sich von ein paar Haaren mehr oder weniger nicht abschrecken lässt. Jaja, wo die Liebe hinfällt…

Mein Fazit:
Sprachlich lässig und locker wie von der Autorin gewohnt, dabei immer qualitativ hochwertig, geht es in dem Buch nur wenig um Äußerlichkeiten, dafür aber um tiefe Gefühle, Eindrücke, um Lösungen suchen und finden.

Empfehlung:
Ein überaus gelungenes Jugendbuch!

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