von Donatella Di Pietrantonio
Ein 13jähriges Mädchen wächst behütet bei ihren Eltern auf. Sie wohnen in einem schönen Haus am Meer und als Einzelkind genießt sie Ballett- und Schwimmunterricht. Ihre Welt bricht zusammen, als sie erfährt, dass ihre Eltern nicht ihre richtigen Eltern sind und dass sie zu ihrer Herkunftsfamilie zurück muss. Diese lebt in einem Dorf weiter weg. Sie hat auf einmal 4 Brüder und eine Schwester. Mit ihren Geschwistern muss sie in einem Zimmer schlafen und mit ihrer jüngeren Schwester sogar das Bett teilen. Diese ist noch Bettnässerin und die warme Feuchtigkeit mitten in der Nacht wird für sie zum Alltag. Von allen wird sie nur „Arminuta“, die Zurückgekommene genannt. Wenig Essen, Armut und grobe Umgangsformen, sogar Gewalt, prägen nun ihr tägliches Leben.
Vor allem aber macht ihr zu schaffen, dass sie nicht weiß, warum sie von ihrer Familie weg musste und sie ihre „alte“ Mutter nicht mehr wiederfindet. Diese ist umgezogen und auch am Telefon ist sie nicht zu erreichen. Nach und nach erfährt sie, dass ihr bis dahin geglaubter Vater eigentlich ihr Onkel ist und ihre Tante keine Kinder bekommen konnte und daher sie von ihren richtigen Eltern weitergegeben wurde. Den Grund warum sie wieder zurückkommt, erfährt man erst zum Schluss.Inzwischen beendet Arminuta die Pflichtschule und darf aufs Gymnasium in der Stadt. Dies wird von ihrer „alten Mutter“ bezahlt.
Eine sehr direkte schnörkellose Sprache erzählt vom Gefühlsleben eines jungen Mädchen, das in seiner äußeren und inneren Welt erschüttert wird. Es kommt in eine Familie, die in armen, bildungsfernen Verhältnissen lebt, und muss lernen mit ganz neuen Gegebenheiten zurecht zu kommen. Es verliert seine Sicherheit und den Schutz, die ihr von ihrer „alten“ Familie gegeben wurden und findet doch auch Zuneigung und Wärme bei ihrer Schwester und Mutter.

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