17.5.19

Du bringst mein Leben so schön durcheinander

von Claire Christian 

Avas Leben ist in dem Moment vorbei, als ihre beste Freundin Kelly beschließt, ihres zu beenden. Die Fünfzehnjährige fühlt sich als wäre sie selbst ebenfalls gestorben. Sie geht kaum noch zur Schule, hat ein seltsames Verhältnis mit Kellys Bruder und prügelt sich mit einem Mitschüler. Ava weiß nicht mehr, was sie denken und fühlen soll; sie hat keine Ahnung, wie sie ins Leben und in „den Alltag“ zurückfinden kann.
Dann lernt sie Gideon kennen. Der im ersten Moment sehr verschlossen wirkende Jugendliche ist „anders“, auf eine interessante Art und Weise. Nach anfänglichen Annäherungsschwierigkeiten beginnen die beiden Jugendlichen, sich Briefe zu schreiben, ehrliche Briefe über ihr Leben. So verlieren sie die Scheu voreinander und schaffen es gleichzeitig, aus dem Alltag auszubrechen und über sich selbst hinauszuwachsen. Als Ava dann zu einem Poetry-Slam geht, an dem Gideon mit einem seiner Texte teilnimmt, stellt sich heraus, dass Gideon ein großes Geheimnis hütet. Es hat mit den Narben zu tun, die sich über seine Arme und Beine ziehen, und deren Anblick Ava einfach nicht mehr loslässt…

Mein Fazit:
Zu Beginn wirkt das Buch recht düster und deprimierend, aber im Verlauf der Geschichte, mit der sich langsam entwickelnden Freundschaft bzw. Liebesbeziehung zwischen Ava und Gideon, wird es etwas freundlicher. Die Entwicklung der beiden Protagonisten, vor allem Gideons, hat mich als Leserin sehr beeindruckt. Besonders hervorzuheben sind die brillanten Poetry-Slam-Texte, die die Autorin ihre Figur schreiben lässt.

Empfehlung:
Für Leser*innen ab der Oberschule. 

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