9.8.19

Vier. Zwei. Eins.

von Erin Kelly 

Kit und Laura, ein junges verliebtes Paar, erleben im Sommer 1999 eine totale Sonnenfinsternis in Cornwall. Die beiden beobachten dieses Phänomen in einem abgeschiedenen Waldstück und Laura sieht danach, wie ein Mann eine Frau vergewaltigt. Voller Mitgefühl bietet sie dem Opfer Beth ihre Hilfe an und sagt bei der Gerichtsverhandlung auch als Zeugin aus. Laura bleibt aber beim Prozess nicht ganz bei der Wahrheit und lebt danach in dauernder Sorge, dass der Meineid herauskommt und Kit sie deshalb verlässt. Beth hängt sich nach dem Prozess immer mehr an Kit und Laura und die beiden fühlen sich immer mehr eingeengt. Als ihre Wohnung Feuer fängt und die beiden Beth im Verdacht haben, tauchen sie unter und leben unter falschen Namen an einem anderen Ort. Doch 15 Jahre später taucht Beth wieder auf.
Der Roman ist in zwei Zeitebenen erzählt. Rückwirkend die Ereignisse um die Vergewaltigung und den Prozess 1999 und 2000 und 15 Jahre später das Leben von Kit und Laura und das Auftauchen von Beth. Gleichzeitig wird einmal aus der Sicht von Kit berichtet und einmal aus der Sicht von Laura. Der Roman ist bei zur Hälfte des Buches eher langatmig und spannungslos. Es gibt dauernd geheimnisvolle Andeutungen, die man aber nach zweihundert Seiten als Leserin gar nicht mehr ernst nimmt. In der zweiten Hälfte kommt dann eine Wendung, die aber so banal ist, dass die Enttäuschung beim Leser bestehen bleibt. Die Geschichte ist so weit hergeholt, dass die Spannung und Glaubwürdigkeit von der ersten bis zur letzten Seite fehlt.
Das Cover ist sehr ansprechend gemacht und verspricht Spannung und Mysterium. Es gibt auch einige positive Rezensionen im Internet (musste ich nachlesen), aber von meiner Seite keine Empfehlung für diesen Krimi! 

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