15.5.20

Voll verkackt ist halb gewonnen

von Tom Limes 

Schulabbrecher*innen oder/und Schulversager*innen sind die Protagonisten in Tom Limes zweitem Roman „Voll verkackt ist halb gewonnen“. Jedes Jahr verlassen etwa 50.000 Jugendliche in Deutschland die Schule ohne Abschluss. Vier davon haben wir hier: Julian, Liza, Tariq und Max. Abwechselnd aus der Perspektive von Julian und Liza erzählt, tun sich hier Untiefen in Sachen Schule auf. Liza leidet am Tourette-Syndrom und hat sich deswegen total zurückgezogen. Sie ist zwar clever, alles scheitert aber an ihren Tics. Julian hat mit 17 schon eine eigene Wohnung. Geldmangel kennt er nicht. Eine extreme Rechenschwäche lässt ihn scheitern. Aber auch im Förderkurs Bereich Holz geht es nicht ohne Mathematik. Zusätzlich zum inhaltlichen Problem ist der Lehrer ein sagenhaftes Arschloch. Und Julian auf dem besten Weg, zum Junkie zu werden.Heiteres Nicht bekifft gibt es praktisch nicht. Weiters dabei Tariq, dessen Vater ihn zum Arbeiten in seiner versifften Werkstatt zwingt und damit am Schule gehen hindert. Dabei möchte Tariq unbedingt Konditor werden. Und Max, der coole, der gegen alles und jeden rebelliert. Und eigentlich ein Genie ist. Zusammen mit weiteren „Versagern“ sitzen sie in einer Klasse. Sie haben die Aufgabe, zusammen ein „Projekt“ zu entwickeln. Top-Idee. Ihr schonungslos offenes Video über fast schon verlorene Träume wird ein Hit. Der Autor arbeitet seit Jahren mit betroffenen Jugendlichen.

Mein Fazit:
Sprachlich nicht der große Hit punktet der realistische Inhalt.

Meine Empfehlung:
Ein wichtiges, positives, Mut machendes Buch über Nöte und Sorgen, die viele Menschen kennen. Ein Muss für jeden Jugendbuchbereich 

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