13.11.20

Mein Sommer mit Anja

von Steffen Schroeder
Januar 2020 (Rowohlt), 208 Seiten


Konrad und Holger verbringen in diesem Sommer die Schulferien gemeinsam. Sie sind befreundet und verstehen sich gut. Am liebsten sind sie im Freibad, wo Konrad auf seinen behinderten Freund aufpasst und dieser ihn unterstützt, wenn es ums Geldverdienen geht. Denn mit seinem „Spasti-Blick“ lassen sich die Badbesucher gut beeindrucken. Oder wenn Konrad als „lebende Juke Box“ fungiert, kassiert Holger beim Publikum ab. Da treffen sie auf Anja, die einen toten Specht betrachtet. Vorsichtig bahnt sich eine ganz besondere Freundschaft an mit diesem sehr eigenartigen Mädchen, das auf der Straße lebt. Wir erleben jeden von ihnen in besonderen Situationen, manchmal lustig, manchmal traurig, aber immer sehr gefühlvoll erzählt. Wie gefährlich dieser Sommer für ihr Leben und ihre Freundschaft ist, stellt sich erst nach und nach heraus.

Mein Fazit:
Ein feines Buch, das von der ersten Liebe, von einer Freundschaft mit einem Behinderten und dem besonderen Feingefühl eines Behinderten erzählt. Es liest sich sehr spannend und weckt so manche Erinnerung an Jugendjahre. Man könnte meinen, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt, finde ich aber nicht. Die Geschichte enthält auch nette Informationen zu ihren Erlebnissen, die die Lektüre sehr unterhaltsam machen.

Empfehlung:
Kann jedem in die Hand gedrückt werden, gern auch den Jugendlichen.

Nelly Gamper, Bibliothek Haslach

 

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