Drei Freundinnen aus alten Tagen treffen sich an einem Wochenende in Sylvies Strandhaus, um nach deren Tod ihren Nachlass aufzulösen. So lernen wir nach und nach Jude, Wendy und Adele kennen. Zusammen mit Sylvie waren sie über viele Jahrzehnte ein unschlagbarer Freundeskreis; jetzt müssen sie ohne diejenige auskommen, die eigentlich alle und alles zusammengehalten hat. Also müssen drei alte Frauen dieses eine Wochenende überstehen, mit ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen klarkommen und immer wieder schwierige Situationen meistern. Jude ist eine erfolgreiche Gastronomin, die schon seit vielen Jahren ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann hat. Sie kann manchmal ganz schön hart sein, wenn sie etwas erreichen will, und das nicht nur mit den anderen. Adele, einst eine gefragte Schauspielerin, wurde von ihrer Lebensgefährtin der Wohnung verwiesen und vom Publikum vergessen. Sie hat ständig finanzielle Schwierigkeiten, da ihr unregelmäßiges geringes Einkommen ohne Rücklagen nicht für ihr luxuriöses Leben reicht, und sie sucht deshalb ständig nach neuen Geldquellen oder Kreditgebern. Wendy ist eine feministische Schriftstellerin, die es zwar sehr gut versteht, komplexe Texte zu verfassen, aber zu den eigenen Kindern noch immer keine gute Beziehung aufbauen konnte. Ihre Kleidung, die noch aus der Hippie-Zeit stammen könnte, ist nicht gerade vorteilhaft, passt aber zu ihrem chaotischen Haushalt, genauso wie der betagte Hund Finn, der nicht nur taub und fast blind, sondern auch etwas „behindert“ ist. Allerdings ist er ein Geschenk von Sylvie, die schon damals wusste, dass sich die beiden gegenseitig brauchen und stützen werden. An diesem Wochenende werden viele Erinnerungen aufgefrischt, aber auch viele Fragen aufgeworfen. Und als ein lang gehütetes Geheimnis zutage kommt, muss sich zeigen, ob die Freundschaft dies übersteht.
Mein Fazit:
Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und mich auch persönlich angesprochen, wenn es um bestimmte Lebensumstände ging. Jede einzelne der Freundinnen hat interessante und nachvollziehbare Argumente, und trotzdem konnte ich manchmal wenig Verständnis für ihr Handeln aufbringen. Die Autorin ist für mich eine begabte Erzählerin.
Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und mich auch persönlich angesprochen, wenn es um bestimmte Lebensumstände ging. Jede einzelne der Freundinnen hat interessante und nachvollziehbare Argumente, und trotzdem konnte ich manchmal wenig Verständnis für ihr Handeln aufbringen. Die Autorin ist für mich eine begabte Erzählerin.
Empfehlung:
Für jede Bibliothek zu empfehlen.
Nelly Gamper, Bibliothek Haslach

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