Ein zehnjähriges Mädchen lebt mit ihren Eltern und ihrem sechs Jahre alten Bruder Gilles in einer Reihenhaussiedlung. Der Vater ist gewalttätig, die Mutter resigniert. Das Mädchen tut alles, um ihrem kleinen Bruder das Lachen zu erhalten. Als beim Eis holen vor den Augen der beiden Kinder eine Explosion den Kopf des Eishändlers wegpustet, erleidet der kleine Bruder einen Schock und sein Lachen verschwindet. Je älter das Mädchen wird, desto schlimmer drangsaliert der Vater die Familie. Doch das Mädchen entwickelt eine eigene Abwehrtaktik und hat immer das Wohl ihres Bruders im Auge, bis es zur nächsten Katastrophe kommt.
Mein Fazit:
Ein Buch, das einem vom Hocker reißt! Dieses Mädchen, das im Roman nie mit einem Namen genannt wird, ist die Heldin dieser Geschichte. Sie ist sehr intelligent, darf das ihrem Vater aber nie zeigen und entwickelt dadurch einen subtilen Überlebensmodus, der unter die Haut geht. Die Autorin beschreibt die Charaktere sehr gut, sie kann sich hervorragend in das Innenleben dieses Mädchens versetzen und vermittelt dem/der Leser*in auch die beklemmende Atmosphäre, die in der Familie herrscht.
Empfehlung:
Eine überragende Mädchenfigur! Ein herausragendes Buch! Es fesselt, es macht Angst, es macht wütend, und es macht Hoffnung! Für jede Bibliothek!
Karin Marini, Bibliothek Kaltern

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