16.4.21

Serverland

von Josefine Rieks
Februar 2018 (Hanser), 176 Seiten

Stellen Sie sich vor, es gibt kein Internet mehr. Nein, nicht nur bei Ihnen zuhause oder hier in Südtirol, nein überall auf der ganzen Welt. Kein Facebook, kein Youtube, kein Amazon, Uber, Bookingcom, kein Instagram, Whatsapp, Signal und wie sie sonst noch alle heißen, diese Plattformen, die unseren Lebensalltag maßgeblich mitbestimmen. Josefine Rieks, Philosophin aus Berlin, hat sich genau das vorgestellt.

Die Hauptfigur des Romans, Reiner heißt sie, arbeitet bei der deutschen Post. Reiner arbeitet dort, weil er Geld dafür erhält. In seiner Freizeit sammelt er Laptops und Computerspiele. In der Zeit, in der er lebt, gibt es so etwas nämlich nicht mehr. Nicht, weil die Menschheit nun etwas anderes, technologisch Besseres erfunden hätte, nein, weil das Internet abgeschafft wurde und alle Server kurzerhand niedergefahren wurden. Laptops wurden nutzlos, auch Handys scheint es nicht mehr zu geben. Reiner spielt also alte Spiele auf alten Laptops. Ansonsten ist sein Leben ereignislos. Bis er eines Tages einen ehemaligen Schulkollegen trifft, der ihn zu einer Fabrikhalle führt, in der stillgelegte Server stehen. Als die beiden dann auch noch in die Niederlande fahren, weil es dort eine viel größere Halle mit ganz vielen Google-Servern gibt, ist Reiner zunächst beeindruckt. Doch nicht alles läuft so, wie er sich das vorgestellt hatte.

Mein Fazit:
Ein schräges Buch - nicht nur für Nerds.

Sonja Hartner, Stadtbibliothek Bruneck

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