9.7.21

Die jüngste Tochter

von Fatima Daas
Mai 2021 (Claassen), 192 Seiten

In ihrem Debütroman setzt sich die junge Französin mit ihrer algerischen Herkunft, ihrer Religion, ihrer Familie und ihrer Homosexualität auseinander. Der Debütroman dieser jungen, französischen Muslimin ist erschreckend, berührend und hochemotional - trotz des trockenen Schreibstils.

Ihre Art zu schreiben ist neu und erfrischend: Erinnerungsmomente aus Kindheit, Jugend und Gegenwart werden in die immergleichen Verse eingebunden, wenn auch mit Varianten: Ich heiße Fatima. Ich trage den Namen einer heiligen Figur des Islam. Ich trage einen Namen, den ich ehren muss. Mich erinnert es sehr an die Gebetsform des Rosenkranzes im Christentum, vermutlich gibt es dazu ein Pendant im Islam, das ich aber nicht kenne.

Fazit:
Eine absolute Leseempfehlung. Dieses Buch öffnet den Blick auf uns verborgene Parallelwelten.

Sigrid Klotz, Bibliothek Frangart

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen