von Karin Peschka
Februar 2020 (Otto Müller), 300 Seiten
Die Ich-Erzählerin Fanni ist stellvertretende Leiterin eines Supermarktes, hat zwei Kinder, einen Mann, ein Eigenheim und ist 57 Jahre alt. Zuhause verläuft das Leben in sehr geordneten Bahnen. Alles ist wie immer: unaufgeregt, ein wenig fad, vorhersehbar. Bis Fanni einen Zusammenbruch erleidet und eine Therapie beginnen müsste.
Stattdessen fährt sie einfach los und landet schließlich – auf Umwegen – im Pinzgau, wo ihre Eltern eine Almhütte besitzen. Auf diesen Umwegen lernt Fanni ganz besondere Menschen kennen: die Wiener Ärztin Tippi zum Beispiel, die Fanni von ihrer Angst befreit; Velten, der umgeschult werden soll; Marek, der körperlich und geistig beeinträchtigt ist, Französisch spricht und Rimbaud liest; Berlin, eine junge Biologin aus der gleichnamigen Stadt sowie Sie und Er Ohnezweifel. All diese Menschen verbindet, dass sie nicht in diese Welt zu passen scheinen, sich nicht um Konventionen scheren, leben, wie sie leben möchten und es für richtig halten.Mein Fazit:
Der Roman besticht nicht nur durch die Geschichte, die erzählt wird, sondern sprachlich, vor allem die Beschreibungen von Stimmungen und Landschaften sind sehr eindrucksvoll und eindringlich ist, nie kitschig.
Empfehlung:
Ein absolut lesenswertes Buch!
Sonja Hartner, Stadtbibliothek Bruneck
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